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300 Helfer bei Großbrand im Einsatz

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Artikel vom 31.07.2013 - 18.42 Uhr

300 Helfer bei Großbrand im Einsatz

Alsfeld (jol). Ausgerechnet Grillanzünder setzten am Mittwoch einen Lagerhalle in Alsfeld in Brand. Am Ende waren ein Bürogebäude schwer beschädigt und die über 100 Meter lange Halle niedergebrannt.

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Ausgerechnet in einer Lagerhalle für Grillanzünder und Brennspiritus brach am Mittwoch ein Großbrand aus. Im stundenlangen Kampf gegen die Flammen sollte ein Schaumteppich helfen, der Einsatz dauerte bis zum Abend. Die Ursache ist noch völlig unklar. (Foto: pwr)
Die Feuerwehr wurde gegen 5.13 Uhr früh alarmiert. Über Stunden hinweg waren über 300 Einsatzkräfte von Wehren, DRK, THW und Polizei aktiv. Sie waren damit beschäftigt, den Brand zu löschen, Wasser zu pumpen, Helfer zu versorgen und den Straßenverkehr rund um die Brandstelle an der Bundesstraße nach Marburg zu leiten. Der Schaden geht in die hunderttausende Euro. Fünf Wehrmänner wurden durch Hitze und Rauch leicht verletzt.

In der Lagerhalle in der Georg-Dietrich-Bücking-Straße in Alsfeld lagerten unter anderem Grillanzünder und Spiritus, die für zwei »Durchzündungen« sorgten. Bei diesen Explosionen wurden zwei Wehrmänner auf der Drehleiter so starker Hitze ausgesetzt, das es trotz der Schutzkleidung zu einem Hitzestau kam, wie Einsatzleiter Michael Eilts erläuterte. Mit einem Strahlrohr kühlten Kollegen den Mann. Drei Löschkräfte an einer anderen Stelle mussten mit leichten Rauchvergiftungen behandelt werden.

Wasser aus der Schwalm geholt

Eilts erläutertez, dass nach Auslösen eines Brandmelders um 5.13 Uhr Alarm für die Feuerwehren Mitte, Eudorf und Liederbach gegeben wurde. Zwei Löschfahrzeuge waren schnell vor Ort. Es war aber rasch klar, dass Vollalarm ausgelöst werden musste. In drei Löschabschnitten arbeiteten die aus allen Alsfelder Stadtteilen, Lauterbach, Homberg (Ohm), Kirtorf und Romrod angerückten Brandschützer zusammen. Die Drehleiter der Feuerwehr Homberg kam im ersten Löschabschnitt auf der Georg-Dietrich-Bücking-Straße zum Einsatz, dort stürzten brennende Gebäudeteile auf die Fahrbahn. Der von Daniel Schäfer geleitete Abschnitt sah sich förmlich einer Feuerwalze gegenüber.

Zu Beginn konnten noch aus einem angrenzenden Bürogebäude der Alsfelder Kleiderwerke einige Computer geborgen werden. Löschangriffe im Inneren der Halle waren wegen der Hitze und der hohen Flammen zunächst nicht möglich. Schwierig gestaltete sich die Löschwasserversorgung. Das Wasser pumpten die Wehrleute zunächst aus einem Hochbehälter, der für Brände in einem Möbelwerk gebaut wurde.

Dann verlegten die Feuerwehrwehrleute bis zu zwei Kilometer lange Schlauchleitungen bis zur etwas entfernt gelegenen Altstadt, um mit zwischengeschalteten Pumpen Wasser aus der Schwalm bis zur Georg-Dietrich-Bücking-Straße zu schaffen. Der Verkehr wurde durch die Polizei weiträumig umgeleitet. Mit Hitzeschutzkleidung und Atemschutzgeräten gingen die Löscharbeiten voran, 50 Ladungen für Atemschutzgeräte wurden verbraucht. Der Brandabschnitt an der Straße wurde von Aktiven unter Daniel Schäfer angegangen, der untere Bereich unter Leitung von Alexander Winter und der obere von Einsatzkräften mit Sascha Knaust.



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Artikel vom 31.07.2013 - 18.42 Uhr
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