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Auszeichnungen für 100 Jahre Musik

Artikel vom 02.09.2010 - 10.00 Uhr

Auszeichnungen für 100 Jahre Musik

Alsfeld-Altenburg (pm). Eine eindrucksvolle Eröffnung der Feierlichkeiten zum 100jährigen Bestehen des Evangelischen Posaunenchores Altenburg gab es am Freitag.
Den Ehrenbrief des Landes erhielten Karl Buchhammer und Lydia Appel-Moritz vom 1. Kreisbeigeordneten Gerhard Ruhl (rechts).
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Den Ehrenbrief des Landes erhielten Karl Buchhammer und Lydia Appel-Moritz vom 1. Kreisbeigeordneten Gerhard Ruhl (rechts).
Nach einem Eröffnungsstück des Jubiläumschores unter Leitung von Karl Buchhammer hieß Vorsitzender Uwe Klein die Gäste willkommen, ganz besonders die Musiker der Altenburger Vereine, die das Programm des Abends mitgestalteten.

Abwechslungsreich war die Gestaltung des Abends; die Kinder des Altenburger Kinderchores »die Schlossbergspatzen« sangen unter Leitung von Ulla Spahn-Tauscher. Die Musiker des Blasorchesters Altenburg gratulierten flott und vortrefflich intoniert unter Führung von Sabine Nau. Die Sänger und Sängerinnen der »Voice Factory« brachten hervorragend unter Dirigent Daniel Schuch u. a. »May the music never end« zu Gehör. Und schließlich ergänzten die »Jungen Vocalisten« unter Leitung von Sabine Spahn exzellent das Programm mit ihren Beiträgen. Zwischen den Darbietungen führte Uwe Klein spritzig durch das Programm und gab einen Rückblick von der Gründungsgeschichte des Evangelischen Posaunenchores bis heute.

Zum Gründungsjahr 1910 verwies er zunächst auf geschichtliche Ereignisse. Zum Evangelischen Posaunenchor Altenburg fanden sich damals fünf Bläser aus Freude an der Musik zusammen. Uwe Klein führte Besonderheiten im Laufe dieser Jahre auf, erinnerte zum Beispiel an Johannes Kuhlo, dem »Posaunengeneral«, der die Klavierschreibweise für Blechbläser einführte, um sich von der Militärmusik und Militär-Schreibweise abzugrenzen. Wer in einem Posaunenchor spielt, weiß gewiss, was das bedeutet: Musiker müssen umdenken, wenn sie vom Posaunenchor in ein anderes Orchester wechseln. Der Vorsitzende spannte den Bogen bis heute und listete Mitgliederzahl, Auftritts-Termine, Wetterfestigkeit der Musiker und mehr auf.

100 Jahre den Wandlungen, Höhen und Tiefen der Zeit Stand zu halten und dabei nur fünf Chorleiter nennen zu können, spreche Bände. Das könne nur mit Kameradschaft, Gemeinschaftssinn, Begeisterung »für die Sache und für andere« funktionieren. Pfarrer Henner Eurich verwies auf seine Posaunenchorzeit als Kind: »In einem Posaunenchor mitzuspielen heißt auch, man lernt Verantwortung zu übernehmen, mit Frust und Konflikten umzugehen, sich gegenseitig zu respektieren« - eine Schule des Lebens.

Zum Abschluss des Festkommerses zeichnete 1. Kreisbeigeordneter Gerhard Ruhl Lydia Appel-Moritz und Chorleiter Karl Buchhammer für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen aus. Lydia Appel-Moritz spielt seit 40 Jahren als Bläserin in einem Posaunenchor; seit März 2001 ist sie Vorsitzende des Bezirks Oberhessen im Posaunenwerk der EKHN. Ferner ist sie seit 15 Jahren ehrenamtliche Richterin am Arbeitsgericht Gießen und seit 2006 am hessischen Arbeitsgericht in Frankfurt/ Main. Karl Buchhammer spielt seit dem elften Lebensjahr im Evangelischen Posaunenchor Altenburg. Später hat er als Schriftführer, dann als Rechner ein Amt im Posaunenchor begleitet. Seit 33 Jahren dirigiert er als Chorleiter die Musiker.



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Artikel vom 02.09.2010 - 10.00 Uhr
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