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Darsteller versprühten Lebensgefühl der Hippies

Artikel vom 06.06.2010 - 20.09 Uhr

Darsteller versprühten Lebensgefühl der Hippies

Alsfeld (ml). Nach neun Monaten Vorbereitung war es am Samstag endlich soweit. Zur Halbzeit der Alsfelder Kulturtage stand die Premiere des Musicals »Hair« auf dem Programm. Und keine andere Veranstaltung steht so stark für das Motto der Kulturtage »von Alsfeldern für Alsfeld«.
Das Victory-Zeichen kann auch auf die gelungene Premiere gemünzt werden, weitere Vorstellungen sind am Donnerstag und Freitag.
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Das Victory-Zeichen kann auch auf die gelungene Premiere gemünzt werden, weitere Vorstellungen sind am Donnerstag und Freitag. (Foto: ml)
Denn alle Beteiligten des Musical-Projektes stammen aus der Region. Und am Samstag präsentierten die rund 35 Darsteller das Ergebnis ihrer neunmonatigen Arbeit. Und das konnte sich sehen lassen. Eine mitreißende Show aus Musik, Tanz und Schauspiel, die tosenden Applaus des Publikums erhielt. 550 Zuschauer zeigten sich von der Darbietung der Musiker, Sänger und Darsteller begeistert.

Im September vergangenen Jahres begannen die Vorbereitungen für die Show. Johanna Mildner (Inszenierung), Vicky Gabriel (Choreographie), Andreas Berger (Musikalische Leitung), Katharina Berger (Assistenz) und Frank Galfe (Ausstattung) zeigten, was man in Alsfeld auch mit wenigen finanziellen Mitteln alles auf die Beine stellen kann, so Mildner vor der Premiere. In der »heißen Phase« der Vorbe- reitungen, in den letzten Tage wurden dann die letzten Details auf der Bühne abgestimmt. Licht, Ton und Kostüme erhielten ihren letzten Schliff. Wenig Schlaf aber eine tolle Stimmung konstatierte Mildner, die schon bei der Generalprobe am Freitag stolz auf das Erreichte war. Auch die Stimmung in der Gruppe sei hervorragend. Von schüchternen Individualisten habe man sich zu »einem bunten Haufen Hippies« entwickelt. Jeder Einzelne vor und hinter der Bühne sei mit Spaß dabei gewesen.

Und am Samstag zahlten sich die Mühen dann auch aus. Die Darsteller zauberten das Lebensgefühl der Hippie-Generation auf die Bühne. Mitreißend, humorvoll und mit jeder Menge Selbstbewusstsein erzählten und sangen sie die Geschichte einer Gruppe junger Menschen, die gegen das Establishment und den Vietnamkrieg aufbegehren. Sie lebten im »Vorzeichen des Wassermanns« und propagierten freie Liebe, Drogenexzesse und lebten nach dem Motto »Make love not war«. Darsteller und Musiker ließen die Flower-Power-Ära wieder lebendig werden.

Rund zweieinhalb Stunden zeigten sie beeindruckende Choreo- grafien, tolle Musik und eine fantastische Show. Und der Funke sprang schnell auf die Zuschauer über. Von Anfang an gab es immer wieder Beifall für die Akteure, die am Ende auch um eine Zugabe nicht herumkamen. Nach den ersten beiden Vorstellungen am Wochenende ist die Aufführung am Donnerstag und Freitag nochmals in der Hessenhalle zu erleben. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.

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Artikel vom 06.06.2010 - 20.09 Uhr
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