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Enge Kooperation mit Vereinen für Tourismus

Artikel vom 21.01.2010 - 12.00 Uhr

Enge Kooperation mit Vereinen für Tourismus

Alsfeld (jol). Die Tourismusarbeit in Alsfeld ruht auf immer mehr Schultern: War bislang vor allem die Stadt gefragt, wenn es um Besucher ging, arbeiten inzwischen städtische Mitarbeiter in immer engerer Kooperation mit Geschichts- und Museumsverein sowie Verkehrsverein zusammen. Dabei übernehmen die Vereine Aufgaben, die die Stadt nicht mehr leisten kann, wie Bürgermeister Ralf Becker bei einem Pressegespräch im Rathaus deutlich machte.
Große Runde mit Bürgermeister im Rathaus zur gemeinsamen Tourismus-Arbeit: Vertreter von Magistrat sowie den Vorständen von Gesc
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Große Runde mit Bürgermeister im Rathaus zur gemeinsamen Tourismus-Arbeit: Vertreter von Magistrat sowie den Vorständen von Geschichts- sowie Verkehrsverein arbeiten zusammen. (jol)
Flankiert wurde er von Vertretern des Geschichtsvereins, der den Pfortendienst im Museum selbst organisiert, sowie von Vorständlern des Verkehrsvereins, der die Betreuung im Märchenhaus und eine halbe Stelle im Tourist-Center übernimmt.

Zum Auftakt des Gesprächs wies Armin Ziegler vom Geschichtsverein darauf hin, dass die Volkshochschule Fulda eine Fahrt nach Alsfeld anbietet, indem auf die sehenswerte Altstadt verwiesen wird. »Das ist für uns Ansporn, dem gerecht zu werden.« Das griff der Bürgermeister gerne auf, indem er auf die bessere Kooperation im Regionalmuseum verwies. Im vergangenen Jahr gab es einen Disput um den Vertrag zwischen Stadt und Verein, weil die 10000 Euro der Stadt nicht hinreichten, bis zum Jahresende die Öffnungszeiten des Museums zu sichern. Das sei in diesem Jahr besser geregelt, so Becker: Die Öffnungszeiten sind auf 770 Stunden begrenzt, das Museum soll eine Kern-Öffnungszeit von Donnerstag bis Sonntag von 11 bis 13 und 14 bis 16 Uhr haben. Hinzu kommen Sonder-Öffnungszeiten nach Bedarf, wenn Gruppen ins Museum wollen. Neu ist, dass der Reinigungsdienst mit pauschal 4000 Euro entgolten wird, das sind 1000 Euro zusätzlich, dafür wird das Ortsgericht mit gereinigt.

Im Unterschied zum Vorjahr übernahm der Verkehrsverein die Betreuung des Märchenhauses. Zudem wird über den Verein eine halbe Stelle im Tourist-Center abgewickelt. Hintergrund: Wie beim Regionalmuseum ist die Abrechnung von geringfügig Beschäftigten über die Stadt schwierig - da ist man auf Partner angewiesen.

Becker sah diese Übereinkünfte als Grundlage für eine bessere Kooperation beim Tourismus: Anfang Februar soll der für Fremdenverkehr zuständige Ausschuss am Tourismuskonzept weiterarbeiten, dann werde auch über die Zusammensetzung des Tourismusbeirats entschieden. »Das ist noch nicht der große Wurf«, aber man müsse eine besser »Verwobenheit der Partner« hinbekommen. Eingebunden sollen auch die Hoteliers und anderen Anbieter werden. Es könne nicht sein, dass sie ohne Gegenleistung von der kommunalen Anstrengung profitieren, so Becker. Positiv haben sich die Besucherzahlen in der Stadt entwickelt.

Jochen Weppler, Vorsitzender des Geschichtsvereins, erinnerte daran, dass es eigentlich nicht Aufgabe des Vereins ist, das Pfortenpersonal im Museum einzusetzen. Da aber die Stadt in einer schwierigen finanziellen Lage steckt, habe man diesen Sonderweg gewählt. Mittelfristig solle diese Aufgabe wieder an die Stadt zurückgehen. Bis dahin sei der nun neu abgeschlossene Vertrag mit der Stadt positiv für beide Seiten. Das Regionalmuseum sei ein zentraler touristischer Anlaufpunkt für die Stadt. Zusätzlich zu den mit 10000 Euro abgegoltenen Pfortendiensten steckten die Mitglieder des Vereins viel ehrenamtliche Arbeit in das Museum, in Archivarbeiten, Beantworten von Anfragen, Sonderöffnungszeiten und Veranstaltungen. Die Einigung mit der Stadt sei auch wichtig mit Blick auf die Hauptversammlung in diesem Frühjahr, wenn der Vorstand seine Linie bestätigten lassen will.



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Artikel vom 21.01.2010 - 12.00 Uhr
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