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23.04.2010 - 20.07 Uhr
Geld für Brücken- und Straßenbau freigegeben
Alsfeld (rs). Auch wenn die Stadt tief in den roten Zahlen steckt, es muss weiter investiert werden. So wurde bei der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag Abend eine Verbesserung am Kanal in Angenrod beschlossen.
Die Kommunalpolitiker stimmten auch Kostenerhöhungen zum Ausbau der Vogelsbergbahn zu und hielten es für sinnvoll, nach der Schwalmbrücke in der Straße Fulder Tor die Mühlgrabenbrücke neu zu bauen und die Fahrbahnen zu erneuern. Schließlich stimmte die Stadtverordnetenversammlung einer Stellungnahme der Verwaltung zum Lärmaktionsplan zu. Darin wird festgehalten, dass insbesondere gegen den Lärm von der Autobahn noch einiges unternommen werden könnte. Der Sitzung in der Stadthalle wohnten lediglich zwei Bürger bei, beide als intensiv ehrenamtlich engagiert stadtbekannt.
Auf Antrag der UWA war die städtische Stellungnahme zum Lärmaktionsplan im Regierungsbezirk Gießen in die Stadtverordnetenversammlung gekommen. Fraktionsmitglied Michael Räther lobte die Stellungnahme der Verwaltung ausdrücklich. Er bedauerte, dass Forderungen der Stadt hinsichtlich einer Lärmbeschränkung in der Vergangenheit pauschal abgeschmettert worden seien. Als wichtig ordnete er in der Stellungnahme die mehrfach geforderte Aufbringung von lärmmindernden Straßenoberflächen ein. Dies würde eine Lärmminderung um bis zu neun dB (A) bringen, das sei mehr, als eine Lärmschutzwand könne. Die städtische Stellungnahme wurde einstimmig befürwortet.
Rund 65 000 Euro sind nötig, um in Angenrod im Klingenweg und in der Taubengasse die Kanäle so zu dimensionieren, dass das Oberflächenwasser auch ungehindert abfließen kann. In der Vergangenheit war es zu Rückstaus auf Anliegergrundstücken gekommen. Bei einer Gegenstimme wurden die zusätzlichen Mittel bewilligt.
Zusätzliches Geld wird die Stadt auch im Zusammenhang mit der Modernisierung der Vogelsbergbahn aufwenden müssen. Die Kommunen müssen sich anteilig an den Arbeiten bei Kreuzungen von Straße und Schiene beteiligen, jetzt stehen statt der zunächst gedachten 83 000 Euro insgesamt 102 000 Euro an. Diese Steigerung bewertete Bürgermeister Ralf Becker als sehr ärgerlich, und er hoffte, dass sich die Bahn AG diesmal nicht verrechnet habe. Letztlich sei das Geld ja sinnvoll angelegt, wenn es auf eine Modernisierung der Vogelsbergbahn hinauslaufe. Die Mehrausgabe von 19 000 Euro wurde einstimmig genehmigt.
Eine längere Diskussion entwickelte sich zum Bauvorhaben Straßenausbau Fulder Tor von der Schwalmbrücke bis einschließlich Kreuzungsbereich Wallgasse sowie Abbruch und Neubau der Mühlgrabenbrücke. Dafür sollte die Stadtverordnetenversammlung 850 000 Euro bereit stellen, Anlass zum Forcieren des Vorhabens haben laut Vorlage der Stadtverwaltung neben den starken Frostschäden durch den Winter die zunehmenden Schäden in Löbergasse und An der Bleiche. Um einen reibungslosen Übergang der verschiedenen Bauabschnitte gewährleisten zu können, sollten die Maßnahmen in einem und möglichst rasch begonnen werden.
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