Kreiskrankenhaus setzt auf Komfort und Hotelambiente
Alsfeld (jol). Mit Millionenaufwand hat sich das Kreiskrankenhaus Alsfeld modernisiert: 14 Zimmer stehen nun in einem neuen Anbau für Patienten bereit, die höheren Komfort zur Genesung wünschen.
Gesund werden im Hotelambiente – das verspricht das Kreiskrankenhaus Alsfeld mit den neuen Zimmern. (Fotos: jol)
Alsfeld (jol). Patienten haben die Wahl im Kreiskrankenhaus Alsfeld: Wer in Hotelambiente gesund werden möchte, kann nun die neuen Zimmer im Wahlpflichtbereich nutzen. 14 Räume umfasst der neue Anbau an die Klinik aus den 1970er Jahren, der am Freitag mit einer kleinen Feier eröffnet wurde. Für 2,65 Mio. Euro ist da in der Tat ein Bereich entstanden, der als Hotel durchgehen könnte – mit Fernseher, Internetanschluss, separater Dusche. Für Kunden gibt es acht Menüs zur Wahl und die Zeitung zum Frühstückscroissant.
Vor Vertretern der Kreispolitik, Ärzten und Gästen eröffneten Geschäftsführer Bodo Assmus und Landrat Rudolf Marx den Anbau. Nach einer musikalischen Begrüßung durch Saxofonistin Ulrike Schimpf betonte Marx, wie bedeutsam das Kreiskrankenhaus für die Region ist. »Wir brauchen Patienten, um das Krankenhaus finanzieren zu können«, deshalb sei die Aufwertung der Klinik wichtig. Mit Hilfe von Bund und Land konnte der Anbau geleistet werden. Nun gehe es um die Sicherung der Klinik, hierfür führe er Verhandlungen mit den Krankenhausleitung in Lauterbach und Schotten. Er legte seinem Nachfolger Manfred Görig »dieses Kreiskrankenhaus besonders ans Herz« und bedauerte, dass er selbst keine Mehrheit für die Verschmelzung mit dem Krankenhaus Bad Hersfeld zusammen bekommen habe.
Assmus freute sich über den Anbau. Angestrebt werden zudem die Kompletterneuerung des Operationsbereichs sowie der Intensivstation. Die dafür nötigen Millionen sind aber nicht in Sicht. Immerhin habe man nun mit dem Anbau für 2,65 Mio. Euro eine deutliche Verbesserung des Angebots für Patienten erreicht. 14 neue Zimmer sind entstanden, die eine Platzreserve für Zeiten starken Andrangs darstellen, ansonsten als Wahlleistung bereit stehen.
Gedacht sind sie für Patienten, die ihre Gesundung durch höheren Komfort unterstützen wollen. Für sie gelten Speisekarten mit zusätzlichen Gerichten, Frühstück und Abendessen bieten Leckereien wie Croissants, frisch gepressten Saft und Lachs. Der Anbau wurde zu 70% durch Firmen aus der Region errichtet. Von den Kosten trägt der Bund 1,35 Mio., das Land 450000 und das Krankenhaus 850000 Euro. Gedacht wurde an gute Dämmung und Energieversorgung per Erdwärme.
Das Krankenhaus setze auf Kooperation mit Netzwerken für Palliativversorgung und zur ärztlichen Versorgung, in der Onkologie kooperiere man mit Kliniken Fulda und Bad Hersfeld. Neue Angebote sind die »Bauchstation« für unklare Beschwerden in diesem Bereich sowie die Physiotherapie.