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Mit viel Engagement für Belange der Schüler eingesetzt

Artikel vom 01.02.2009 - 21.55 Uhr

Mit viel Engagement für Belange der Schüler eingesetzt

Alsfeld (ml). »Für seine Brüder-Grimm-Schule hat er sich über alle Maßen eingesetzt«, sagte Schulamtsdirektor Christoph Fellner von Feldegg bei der offiziellen Verabschiedung von Schulleiter Erwin Norwig am Freitag.
Den »weltbesten Schulleiter« verabschiedeten seine Schüler: Erwin Norwig, Leiter der Brüder-Grimm-Schule Alsfeld geht in den Ruh
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Den »weltbesten Schulleiter« verabschiedeten seine Schüler: Erwin Norwig, Leiter der Brüder-Grimm-Schule Alsfeld geht in den Ruhestand. Zum Abschied gab es Musik und Spiele seiner Schüler am Donnerstag und die offizielle Feier am Freitag - Bericht siehe unten auf dieser Seite. (ml)
Im Park-Café des Rambachhauses warfen Freunde, Kollegen und Weggefährten einen Rückblick auf die fast 40-jährige Schulzeit Norwigs. Seit 1971 war er zunächst an der Schule für Lernbehinderte, die heutige Erich-Kästner-Schule tätig, bevor er dann zur Schule für Praktisch Bildbare wechselte, an der er im August 1982 zum Schulleiter ernannt wurde. Bei seiner Verabschiedung in die Altersteilzeit am Freitag sorgte die Schulband »Komet« für den musikalischen Rahmen.

Bereits am Donnerstag gab es in der Turnhalle der Brüder-Grimm-Schule eine kleine Feier, die von den Schülern gestaltet wurde. Spiel, Musik und viele Erinnerungen standen dort im Vordergrund. So gab es neben viel Musik und Bildern auch ein Rückblick auf Dinge, die Norwig für die Schule geleistet habe wie Fußballturniere, Reitprojekte oder Skifreizeiten Dabei wurde den vielen Gästen schnell deutlich, welch besonderes Verhältnis zwischen Lehrern, Schülern und dem Schulleiter an der Schule für Praktisch Bildbare besteht. Zwar wurde viel gelacht, doch am Ende flossen auch viele Tränen. Seine Schüler verliehen ihm nicht nur eine Medaille als »weltbester Schulleiter«, sie konnten sich im Anschluss auch persönlich von ihm verabschieden.

Weniger tränenreich aber auch emotional war dann die offizielle Verabschiedung am Freitag, zu der Norwig ins Rambachhaus geladen hatte. Er hatte bewusst eine Trennung der beiden Veranstaltungen bevorzugt, um sie in vollen Zügen genießen zu können. Fellner von Feldegg ließ in seiner Rede die Laufbahn Norwigs Revue passieren. Dass sein Leben durch die Arbeit mit behinderten Menschen geprägt sein werde, habe sich bereits sehr früh ergeben. Nach einer Ausbildung zum Diakon im Hessischen Diakoniezentrum Hephata folgte ein Studium an der Höheren Fachschule für Sozialpädagogik und ein einjähriges Berufspraktikum. In den Jahren 1975 und 1977 legte Norwig dann erfolgreich das erste und zweite Staatsexamen ab, ehe er dann zum Schulstandort Ober-Breidenbach/Flensungen kam. Nach seiner Ernennung zum Schulleiter für die Praktisch-Bildbaren-Schule in Ober-Breidenbach und der Verlegung nach Alsfeld setzte sich Norwig mit großem Engagement für die Belange seiner Schüler ein. Sowohl der Neubau als auch weitere Ausbauten tragen wesentlich seine Handschrift, so Fellner von Feldegg. »Kaum einer konnte sich seinen Wunschvorstellungen entziehen«. Er dankte Norwig abschließend für die gute Zusammenarbeit.

Auch Landrat Rudolf Marx lobte das Engagement Norwigs, den er als sehr aktiven Sportfunktionär in Romröder Vereinen kennengelernt habe. Dabei habe man ihn stets als fairen Kämpfer erlebt. Marx dankte ihm für sein großes Engagement bei der Integration behinderter Menschen. »Mit Leidenschaft, Ruhe und Gelassenheit hast du dir große Verdienste erworben«, so Marx. Ein herausragender Pädagoge und guter Freund verlasse die Schule, meinte seine Nachfolgerin als Schulleiterin Claudia Janich und Konrektor Ulrich Schmeck. Norwig verfüge über das gleiche Talent wie Franz Beckenbauer. Auch er sei eine Lichtgestalt, der alles gelinge, was er anpacke. Norwig habe immer wieder neue Dinge ausprobiert und sei ein Navigator gewesen, der das Schulschiff mit demokratischem Führungsstil gesteuert habe.

Auch der Vorsitzende des Personalrats Lars Arne Kersten lobte seinen Führungsstil und seine Arbeit. Er habe immer eine offene Tür gehabt. »Es ist schwer in Worte zu fassen, was du uns als Chef bedeutet hast«, so Kersten. Zweifelsohne hinterlasse Norwig tiefe Spuren in vielen Biografien. Und auch viele weitere Redner lobten die Arbeit des Schulleiters, der es geschafft habe, die Anliegen von Förderschulen und von Menschen, die keine Lobby haben, vorzubringen. Das Schlusswort gebührte dann noch einmal Erwin Norwig, der sich bei allen Wegbegleitern und Freunden bedankte. Sein spezieller Dank galt jedoch seiner Familie, die in den vergangenen Jahren oft auf ihn verzichten musste. Mit einem gemeinsamen Essen und Gesprächen ließ man die Feier dann ausklingen.

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Artikel vom 01.02.2009 - 21.55 Uhr
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