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16.03.2010 - 10.00 Uhr
»Müssen nicht Schaulust der Alsfelder befriedigen«
Alsfeld (ml). Eigentlich sollte beim vierten Arbeitstreffen des Runden Tisches Tourismus vergangene Woche die Situationsanalyse der Stadt Alsfeld fortgeführt werden. Doch dann entstand eine Grundsatzdebatte über den Zweck und Sinn des Runden Tisches.
Denn gerade die touristischen Angebote, so die Meinung vieler Beteiligter, seien zahlreich vorhanden. Der Grund, dass viele Alsfelder davon nichts wissen, sei auch logisch, so Torsten Schneider, Betreiber der Stadthalle. Schließlich würde man die Angebote nach außen bewerben. Viele neue Führungen seien entstanden und die deckten ein breites Spektrum ab, ergänzte auch Simone Wilhelm, Leiterin des TCA.
Eingangs verwies bereits Peter Rahm von den Bürgern für Alsfeld und Initiator dieses Runden Tisches auf die Rolle des Tourismusbeirates, der sich im April konstituiere. Der Runde Tisch habe die Verpflichtung, die angefangenen Dinge fortzuführen und dem Beirat zuzuführen. Es solle kein Gegeneinander sein, aber der Tourismusbeirat müsse das Gremium sein, das die Führung übernehmen müsse.
Danach sollten dann unter der Moderation von Dr. Herbert Jost-Hof Zielgruppen für touristische Angebote erarbeitet werden. Und darüber kam es dann zu der Grundsatzdiskussion. Neben den neuen Führungen laufen derzeit auch Planungen für eine neue Image-Broschüre der Stadt Alsfeld, so Wilhelm. Auch Pauschal- und Mehrtagesangebote seien vorhanden. Besonders im Hinblick auf thematische Führungen habe man einige neue Angebote, mit denen man auch unterschiedliche Zielgruppen ansprechen wolle. Von Wellness für die Seele über Sommermärchen, neue Versionen des »etwas angestaubten« Spezialitätenrundgangs, oder auch Märchen-Führungen, man biete ein breites Spektrum, so Wilhelm. Und auch andere stimmten zu. Man müsse das Geld für Werbung nach außen investieren. »Wir müssen nicht die Schaulust der Alsfelder befriedigen«.
Auch aufgrund der Tatsache, dass die Teilnehmerzahl des Runden Tisches diesmal eher gering ausfiel, wurde das Arbeitstreffen nach gut zwei Stunden beendet. Rahm sagte, dass es in erster Linie um die Frage gehe, wie man Touristen länger in der Stadt halten könne. Dies sei die Ausgangssituation des Runden Tisches gewesen. Dazu wolle man das Zusammenwirken aller Leistungserbringer erreichen.
Für die weitere Arbeit des Runden Tisches werde man nun erstmal die Konstituierung des Tourismusbeirates abwarten und welche Kompetenzen dieser Beirat habe. Davon sei auch der nächste Termin abhängig. Eines gab es an dem Abend aber auch noch zu hören. Aus den Töpfen der EU gebe es einige Möglichkeiten zur Finanzierung von Projekten. Unter bestimmten Voraussetzungen könne man dort Unterstützung beantragen, ohne Eigenmittel aufbringen zu müssen, wie Viktoria Wahl mitteilte.