Sie sind hier: Startseite » Lokales » Städte und Gemeinden » Alsfeld »

Stephan Paule will für CDU Bürgermeister werden

  Anzeige

Artikel vom 22.06.2012 - 20.47 Uhr

Stephan Paule will für CDU Bürgermeister werden

Alsfeld (pwr). Einstimmiger Beschluss der Alsfelder CDU-Mitglieder: Stephan Paule wird Bürgermeisterkandidat für die Wahl im nächsten Jahr. Er tritt ein für Firmenansiedlung, Busparkplatz und Schutzschirm-Geld.

A_BGM_Paule_230612_4c_1
Lupe - Artikelbild vergrössern
Stephan Paule (stehend) mit Stadtverbandsvorsitzendem Schmidt und stellv. Kreisvorsitzenden Dr. Jens Mischak (rechts). (pwr)
Alsfeld (pwr). Stephan Paule wurde am Donnerstagabend einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten des CDU-Stadtverbandes Alsfeld nominiert. Der 34-jährige aus Romrod erhielt auf der Mitgliederversammlung der Alsfelder Christdemokraten im Kulturhaus des Rambachhauses bei einer geheimen Abstimmung das volle Vertrauen der 28 Wahlberechtigten. Die Versammlung folgte somit dem Vorschlag des Vorstandes, der sich bereits im Mai einstimmig für Paule austgesprochen hat.

An der Versammlung nahm auch Kreisvorsitzender Ulrich Künz teil. Stephan Paule ist als Regierungsoberrat im Hessischen Kultusministerium tätig. Er ist Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes und der CDU/FWG-Stadtverordnetenfraktion in Romrod. Paule gehört dem Kreistag an und ist bildungspolitischer Sprecher der Fraktion. Er ist einer der stellvertreten Kreisvorsitzenden der CDU Vogelsberg und Kreispressesprecher der Jungen Union. »Von meiner politischen Heimat und meinen politischen Grundüberzeugungen her bin ich Christdemokrat, das gehört zu meiner politischen Identität und deshalb bewerbe ich mich um eine Nominierung auf dem CDU-Ticket,« betonte Paule in einer Presseerklärung. Er ist seit Juli 2003 Mitglied in der CDU.

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Bernhard Schmidt verwies darauf, dass die Modellstadt Alsfeld mit den beiden SPD-Bürgermeistern zur Schuldenstadt wurde. »Das Erscheinungsbild unserer Stadt verschlechtert sich zunehmend.« Die Region um Alsfeld verzeichne hessenweit mit den größten Bevölkerungsrückgang. Das derzeitige Stadtoberhaupt werde den Anforderungen nicht gerecht, daher habe sich die CDU auf die Suche nach einer Person gemacht, die Ideen entwickelt und den Negativtrend stoppt. Dafür wollten die Christdemokraten einen Kandidaten aus der Region, der die Entwicklungspotentiale von Alsfeld kennt. Mit Stephan Paule habe man einen Bewerber gefunden, der das Ruder in der Stadtentwicklung herumreiße. Schmidt hat großes Vertrauen in Paule, »ich glaube inzwischen bin ich einer seiner größten Fans«.

Paule verwies in der Versammlung auf Abitur 1996 in Alsfeld, sein Interesse für klassische Musik und die Vorliebe für englischen Humor. Am Wohlergehen der Stadt Alsfeld hänge das Wohl der Region. »Wenn in Alsfeld die Wirtschaft brummt, wenn die Geschäfte attraktiv sind und wenn in der Kernstadt und den Stadtteilen die Baugrundstücke knapp werden, dann profitieren davon auch die umliegenden Städte und Gemeinden«, so Paule. Ein Aufbruch in den Zeiten des demographischen Wandels sei der einzige Weg. Die Frage nach dem Grund seines beabsichtigten Wechsels vom Laufbahnbeamten zum Bürgermeister begründete Paule in der Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit. In Kooperation mit Magistrat und Stadtverordneten könne er frei von ständigen Weisungen und dem politischen Willen anderer die besten Lösungswege für die Stadt entwickeln. Und »es macht Spaß«.



Für Konsolidierungs-Arbeitsgruppe



Handlungsfelder seien die kommunalen Finanzen, die Bevölkerungsentwicklung, Gesundheitsversorgung und Ausbau der Infrastruktur, die Wirtschaftsförderung, den für Alsfeld wichtigen Punkt des Tourismus, Familienfreundlichkeit, Erneuerbare Energien, Unterstützung von Bürgerbeteiligung, Ehrenamt, Effizienz der Stadtverwaltung für Bürger und Unternehmen sowie die Entwicklung der Kernstadt und der Stadtteile. Als Motto für den Wahlkampf nannte er »Verständlich und konkret statt allgemein und abgehoben«. Ein Beispiel: Die Finanzen. Die Verhandlungen zwischen Stadt und Land Hessen um den kommunalen Schutzschirm stehen an. SPD und ALA hätten die Einrichtung einer kleinen, schlagkräftigen Arbeitsgruppe zur Haushaltskonsolidierung abgelehnt. Die Begründung für dieser Entscheidung liege im Verhandlungsführer des Landes, der Details wohl kaum in einer öffentlichen Sitzung des Hauptausschusses beraten würde. Im Ergebnis werde den Stadtverordneten daher vermutlich ein Vertragsentwurf vorgelegt, den sie entweder annehmen oder ablehnen können. Ein vermeintlich unannehmbarer Vertrag werde dann von der Mehrheit von SPD und ALA abgelehnt werden, ohne dass es nachprüfbar wäre, ob bei frühzeitiger Einbeziehung der Stadtverordneten ein annehmbares Ergebnis hätte erzielt werden können. Paule sieht an der Teilnahme am Kommunalen Schutzschirm keinen Weg vorbei. Eine Entschuldung von 18,1 Millionen Euro und einen Zinszuschuss von 1,5 bis 2 Prozent würde Alsfeld aus eigener Kraft nie erwirtschaften können.



Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 22.06.2012 - 20.47 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang