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»Verheiratete Menschen sind am glücklichsten«

Artikel vom 20.03.2010 - 10.00 Uhr

»Verheiratete Menschen sind am glücklichsten«

Alsfeld (ml). »Geld macht glücklich«. Mit diesem und anderen weit verbreiteten Irrtümern zum Thema Glück räumte am Donnerstag die Psychologin und Buchautorin Felicitas Heyne auf.
Psychologin Felicitas Heyne referierte in der Versammlung der VR Bank HessenLand. Ältere Menschen sind danach glücklicher als Jü
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Psychologin Felicitas Heyne referierte in der Versammlung der VR Bank HessenLand. Ältere Menschen sind danach glücklicher als Jüngere, statistisch am glücklichsten sind 74-Jährige. (Foto: ml)
Im Rahmen der Mitgliederversammlung der VR Bank Hessenland in der Alsfelder Stadthalle referierte sie vor rund 600 Zuschauern über das Thema Glück. Dabei stellte sie fest, dass es in der Gesellschaft viele falsche Behauptungen darüber gebe, was glücklich oder unglücklich macht. Die häufigsten dieser Irrtümer widerlegte sie in ihrem knapp einstündigen Vortrag anhand von Forschungen und Umfragen. Die zeigten, »dass weder Kinder oder Geld noch Schönheit oder Gesundheit wirklich glücklich machen«.

Frei von Depressionen zu sein, bedeute nicht automatisch, glücklich zu sein. Daher sei es ein Irrtum anzunehmen, dass Psychologen einen glücklich machen können«. Man habe herausgefunden, dass Menschen 50 Prozent des Glücksniveaus bereits in die Wiege gelegt werden, so Heyne. Lediglich die andere Hälfte liege in eigenen Händen.

Ein sehr häufiger Irrtum sei, dass Geld glücklich macht. Forschungen und Umfragen unter Lotto-Millionären belegten jedoch das Gegenteil. Bereits drei Monate nach einem Lottogewinn seien die Menschen bereits wieder auf dem ursprünglichen Glückslevel angelangt. Und drei Jahre später gebe es unter ihnen sogar einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Depressiven. Denn das Geld bringe Probleme, die man vorher nicht hatte - »viele neue Freunde, Ängste und Bettelbriefe«, so die Psychologin.

Ebenfalls gegen die Theorie, dass Geld glücklich machte, spreche eine Untersuchung aus den USA. Dort ist seit 1980 das Bruttoinlandsprodukt zwar deutlich gestiegen, das Glückempfinden der Menschen aber auf dem gleichen Stand geblieben. Zudem sei fast jeder vierte Amerikaner depressiv. Ebenso seien Schönheit und Jugend kein Garant für Glück. Im Gegenteil, so die Referentin. Schöne Menschen seien eher unglücklich, da sie häufig auf ihr Äußeres reduziert würden.

Jugend als Indikator für Glück werde auch nicht durch Studien belegt. Erschreckend sei dabei, dass die Suizidrate in dieser Altersgruppe seit 1950 um das 800fache gestiegen sei. Das größte Glückempfinden, so ergab übrigens eine Umfrage, haben Menschen mit 74 Jahren. Ältere Menschen reagierten weniger heftig auf Kritik und blickten gelassener auf das Leben. Ein Irrtum sei auch die Annahme, dass die Ehe unglücklich macht. Auch wenn eine hohe Scheidungsrate vielleicht dafür spreche, so hätten doch viele Studien ergeben, dass Verheiratete in allen Ländern und Schichten zu den glücklichsten Menschen gehören. Am unglücklichsten dagegen seien die »notorischen Dauer- singles«, so Heyne.



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Artikel vom 20.03.2010 - 10.00 Uhr
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