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17.06.2009 - 18.31 Uhr
Verkehrsverein lehnt »Als wär’s ein Hessentag« ab
Alsfeld (pm). Der Verkehrsverein Alsfeld wird sich an der Veranstaltungsreihe »Als wär’s ein Hessentag« im kommenden Jahr in der Zeit des 50. Hessentages in Stadtallendorf nicht beteiligen. Dies beschloss einstimmig der Vorstand in seiner jüngsten Sitzung, die sich mit der Vorbereitung zur Hauptversammlung am Dienstag, dem 23. Juni, um 19.30 Uhr im Marktcafé befasste.
Der Verkehrsverein ist für eine enge Zusammenarbeit, die Förderung der Gemeinschaft und der Wirtschaftskraft. Er sieht aber in der bewussten Terminierung der Veranstaltung und dem Motto eine unangemessene und nicht notwendige Brüskierung des nachbarschaftlichen Verhältnisses zu Stadtallendorf und zum 50. Hessentag. Eine solche Veranstaltung schadet nach Auffassung des Verkehrsvereinsvorstandes dem Image Alsfelds. Der Verkehrsverein Alsfeld werde bei einem anderen Termin und einem anderen Motto sich einer Zusammenarbeit nicht verschließen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Im weiteren Verlaufe der Sitzung wurden »Knöllchen am Pfingstmarkt« als überhauptnicht nachvollziehbar diskutiert. Einzelhändler berichteten darüber, dass die seit Monaten feststellbaren Kontrollen des ruhenden Verkehrs jegliches Maß an Fingerspitzengefühl überschritten und dazu geführt hätten, dass die Kunden massiv verärgert die Einkaufsstadt Alsfeld verlassen. Während sich der Verkehrsverein und viele andere darum bemühten, die Wirtschaftskraft für Alsfeld durch Maßnahmen und Veranstaltungen zu verbessern, trage diese Art der Verkehrsüberwachung genau zum Gegenteil bei. In den letzten Monaten beschweren sich die Kunden zunehmend über vollkommen intolerante »Knöllchenschreiberei«. Manche äußerten gar den Verdacht, dass man so den städtischen Haushalt verbessern wolle Der Handel erwarte umgehend eine kundenfreundlichere Einstellung der Stadt beim Thema Verkehrs- und vor allem Parkraumüberwachung, forderte Ute Eisenach.
In ähnlicher Weise wurde auch die Sauberkeit in der historischen Altstadt kritisiert. Vorstandsmitglied Ulrich Lerch machte deutlich, dass in der Grundkonzeption zum Tourismuskonzept auch die Sauberkeit und Ordnung in der historischen Altstadt an vorderster Stelle steht. Letztlich müsse man sich an »Taten« messen lassen. Gehe man momentan durch diese Altstadt, könne man diese Aussagen nicht teilen. Vielfach wachse an öffentlichen Plätzen und Straßen Unkraut. Zur Sauberkeit und Ordnung sind nach Auffassung des Verkehrsvereinsvorstandes auch die Grundstückseigentümer aufgerufen, die in einigen Bereichen ebenfalls ihrer Reinigungspflicht nicht nachkommen würden. Auf jeden Fall könne das Bild der schönen historischen Altstadt durch gemeinsame Anstrengungen erheblich verbessert und damit auch das Image Alsfelds als Einkaufsstadt und Tourismusortes angehoben werden, stellte der Vorstand fest.
Sehr positiv wurde der am vergangenen Sonntag erstmals gemeinsam mit der Stadt Alsfeld sowie dem Geschichts- und Museumsverein durchgeführte 1. Alsfelder Kräuter- und Märchentag bewertet. Die Zusammenarbeit sei gut gewesen. Besondere Anerkennung gelte Erika Hamacher und den Mitarbeiterinnen des Tourismus Centers Alsfeld (TCA). Der Kräuter- und Märchentag sollte auch im kommenden Jahr wieder stattfinden.