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»Windenergie benötigt klare Bauplan-Vorstellungen«

Artikel vom 21.07.2010 - 18.42 Uhr

»Windenergie benötigt klare Bauplan-Vorstellungen«

Alsfeld (pm). Die Bürgerinitiative Elbenrod-Eudorf-Hattendorf begrüßt in ihrer aktuellen Pressemitteilung das Vorhaben der Stadt, die Veränderungssperre im umstrittenen Windvorranggebiet zwischen Elbenrod, Hattendorf und Eudorf neu zu formulieren und zu erweitern. Für Donnerstag wurde kurzfristig eine außerordentliche Stadtverordnetenversammlung zu diesem Thema einberufen (19.30 Uhr DGH Altenburg).
»Damit sich die Stadt die Planungshoheit in derart gravierenden Bauvorhaben dauerhaft sichern kann, muss sie jetzt aber zusätzlich den Prozess für eine eigene qualifizierte Bauleitplanung aktiv vorantreiben«, sagte Martin Pahl, Pressesprecher der Initiative.

Solange man die eigenen bauplanerischen Vorstellungen nicht formuliere und kommuniziere, werde man immer wieder das Problem haben, dass die übergeordneten Behörden die Planung von der Ferne aus übernähmen, so die Initiative. »Am Beispiel Windenergienutzung sehen wir gerade, wie wichtig klare bauplanerische Vorstellungen der Kommune selbst sind, um nicht an den betroffenen Bürgern vorbei zu planen und Konflikte von vornherein zu vermeiden«, meint BI-Sprecher Pahl.

Mit einer eigenen Planung könnte die Stadt laut der Bürgerinitiative selbst über Standorte für die Nutzung der Windenergie entscheiden. Ebenso könne man auch den Einsatz aller regenerativer Energien so regulieren, dass diese nicht im Widerspruch zum Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor stünden und Alsfeld weiterhin für Neuansiedlungen attraktiv bleibe.

Der Konflikt um die geplanten industriellen Großwindanlagen in Elbenrod, in Hattendorf und in Eudorf hatte sich an der Planung der Regionalversammlung Mittelhessen entzündet. Die Bürgerinitiative lehnt die Fläche bei Elbenrod für die Nutzung von Windenergie ab, da zu viele und zu hohe Anlagen zu nah am bewohn- ten Gebiet geplant sind. Alle Nachteile, der Windenergienutzung werden laut Bürgerini- tiative noch zusätzlich durch die Ausweisung der Fläche im Südwesten von Elbenrod und Hattendorf und durch die langgestreckte An- ordnung der Anlagen verschärft. In zahlreichen Gesprächen und Briefen hatten sich die Bürger, Ortsbeiräte und die Stadt Alsfeld immer wieder an das Regierungspräsidium und die Vertreter der Regionalversammlung gewandt. Die Stadt griff schließlich zur Veränderungssperre, um die konkrete Gestaltung der Windenergie selbst steuernd lenken zu können. Eine Neuformulierung der Veränderungssperre ist nun nötig geworden, da die aktuelle Veränderungssperre nicht alle geplanten industriellen Großwindanlagen erfasst und die aktuelle Veränderungs- sperre in Kürze ausläuft.

»Die Bürgerinitiative wird die Stadt in ihren Bemühungen, ihre eigene kommunale Planungshoheit für Ihre Bürger zu wahren tatkräftig unterstützen«, informierte Pahl.

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Artikel vom 21.07.2010 - 18.42 Uhr
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