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»Dann gehen am Ende noch alle hier weg. . .«

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Artikel vom 14.12.2011 - 07.18 Uhr

»Dann gehen am Ende noch alle hier weg. . .«

Feldatal (ks). »Warum kann sich die Gemeinde denn nicht mal wehren?« Die Frage des Teilnehmers brachte es auf den Punkt, was viele im ländlichen Raum seit Jahren umtreibt, dass nämlich die Bürger schwinden, während die Kosten steigen.

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Ín überschaubarem Rahmen konnten bei der Bürgerversammlung Sachverhalte bespriochen werden, die auf den Nägeln brennen. (Foto. ks)
Bürgermeister Dietmar Schlosser konnte dagegen natürlich nichts sagen, stimmt er doch mit seinen Amtskollegen seit langem das gleiche kritische Klagelied an. Aber es gibt Hoffnung, so Schlosser: »Die Klagen kommen endlich oben an,« glaubt er.

Und so werde man die kommenden Jahre nicht drumherum kommen, die Standards auf dem Land zu senken, wenn die Infrastruktur überhaupt noch bezahlbar sein soll. Ansonsten könnte man meinen, dass die Feldataler ziemlich zufrieden sind, denn zur Bürgerversammlung am Montag im Gemeinschaftshaus Ermenrod hatten sich nur knapp
20 versammelt, darunter einige Gemeindevertreter und Ortsvorsteher Friedhelm Westrupp. Stadtverordnetenvorsteher Michael Schneider hatte die Besucher begrüßt, bevor Bürgermeister Schlosser einen kurzen Überblick über Arbeiten gab, die schon gelaufen sind oder noch anstehen.

Er erwähnte den Fortgang der Dorferneuerung Köddingen, den umgebauten Bauhof, den Anbau an die Feldahalle, Kanalbau Köddingen und Stumpertenrod, Erneuerung der Kreisstraße in Ermenrod, das neue Feuerwehrfahrzeug (»hat sich in Windhausen schon bewährt«), das Schlaglochprogramm und die Fortschritte beim schnellen Internet (bei der Funklösung für einige Orte sollen Feldataler Firmen tätig werden). Im Frühjahr soll die Brücke über den Katharinenbach in Köddingen erneuert werden. Die Dorferneuerung Köddingen geht weiter, neue Spielgeräte werden für Groß-Felda angeschafft. Am Gemeinschaftshaus Ermenrod soll die Dachsanierung weiter gehen, eventuell soll eine Photovoltaikanlage aufs Dach.

Wichtig für die Bürger ist der Sachstand beim Ärztehaus, der Grundstückserwerb ist laut Dietmar Schlosser von Seiten der Gemeinde aus gesichert. Die Planung sei aber schwierig, »wenn man nicht weiß, wer denn reingeht.« Die Gemeinde habe für die Finanzierung eines solchen Hauses eh kein Geld, man ist auf einen Partner angewiesen und sehe sich hier bei Dr. Harlfinger gut aufgehoben. Gemeinsam mit einem Planungsbüro soll jetzt ein Konzept für das Ärztehaus erstellt werden.

Ein Thema, das bei den Bürgern Unverständnis auslöst, ist die gesplittete Abwassergebühr, die auch im Feldatal kommt, fragt sich nur, wann. Es gibt laut Bürgermeister noch Beratungsbedarf, doch vielleicht sei man gezwungen, »diese gesplittete Gebühr schneller einzuführen als wir wollen.« Ein Bewohner habe bereits um eine andere Abrechnung gebeten, weil er das Niederschlagswasser nicht in den Kanal leitet. Schlosser versuchte zur beruhigen und erklärte, dass auf die allermeisten wohl gar keine höheren Kosten zukommen, weil die Gebühr nur anders berechnet wird.



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Artikel vom 14.12.2011 - 07.18 Uhr
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