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Feldatal, das Tal der Mühlen

Artikel vom 18.12.2007 - 16.54 Uhr

Feldatal, das Tal der Mühlen

Die heutige Gemeinde Feldatal ist mit der Gebietsreform des Jahres 1972 als Zusammenschluss von sieben bis dahin selbstständigen Gemeinden entstanden. Die Ortsteile sind Groß-Felda, Köddingen, Kestrich, Windhausen, Zeilbach, Ermenrod und Stumpertenrod, hinzu kommt der Weiler Schellnhausen. Je weiter man in der Geschichte des Feldatales zurückgeht, umso mehr Orte wird man finden, die inzwischen aufgegangen sind.

Alte Synagoge
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Alte Synagoge
© AAZ
Was erwartet man an Kulturdenkmalen in Orten, die abseits der großen Ereignisse der Geschichte lagen und liegen, die im 30-jährigen und im Siebenjährigen Krieg ausgeplündert wurden, über die in alten Chroniken meist ‚ohn alle Mittel’ zu lesen ist? Eigentlich nicht viel. Und dennoch findet man einiges in den sieben Orten des Feldatals, das zumindest als bemerkenswert, sogar als kulturell wertvoll eingestuft werden kann. Da sind an erster Stelle die großen landwirtschaftlichen Hofanlagen und Mühlengebäude genau so wie die kleinen Hintersassenhäuser zu nennen. Ihr historisches Fachwerk prägt an vielen Stellen das Dorfbild. Meist wirken sie gepflegt und werden mit viel Aufwand erhalten. Oft stehen ganze Ensembles unter Denkmalschutz. Hinzu kommen die historischen Kirchen, Fachwerkkirchen und Steinbauten.
In Stumpertenrod steht die größte Fachwerkkirche Hessens, die schon von außen mit ihrem wundervoll geschnitzten Portal beeindruckt. Die kleine Zeilbacher Kirche dagegen wird oft übersehen. Mit ihrer rundum Verschindelung fügt sie sich unauffällig ins Ortsbild. Der Innenraum jedoch ist ein Juwel. Da gibt es aber auch noch viele Kleinigkeiten zu entdecken, Schnitzereien an Gebäuden und Kanzeln, gut gestaltete Grabdenkmale am jüdischen Friedhof, in den Kirchen Epitaphe und einen fast vollständigen Lehrgang von Volkskunst bis zu anspruchvoller Malerei, von Fenstergestaltung der Gründerzeit bis zur Moderne.

Frühe Mühlen in der Gegend waren die Mahlmühlen, Getreidemühlen. Aus ihnen entstanden in Anpassung an den technischen Fortschritt weitere Gewerbe: Schlagmühlen, Öl-, Lohmühlen und Knochenmühlen, Schneide- und Sägemühlen sowie Eisenhämmer. 20 Mühlen und ein Eisenhammer waren im Feldataler Gebiet in Betrieb. Viele der Gebäude sind heute noch erhalten, wenn sie auch einer anderen – profanen – Verwendung zugeführt und die Mühlräder und Einrichtungen oft abgebaut wurden. In der Zeilbacher Queckmühle wird noch gemahlen. Sie ist, wie andere – nach Absprache – zu besichtigen, so die Burgsmühle, Wolfenmühle und die Herrenmühle.

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Artikel vom 18.12.2007 - 16.54 Uhr
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