Friedberg (ini). »Es gibt nichts Neues.« Klar und einfach lautet die Antwort des Ersten Stadtrats und Stadthallen-Dezernenten Peter Ziebarth auf die Frage, wie es mit der Stadthalle weitergeht.
Etwas neuer Glanz: Der untere Teil der Attika über dem Eingang der Stadthalle wurde bereits gereinigt. (Foto: Martini)
Noch immer ist kein neuer Pächter für das Restaurant gefunden. Ein Gesamtkonzept, wie schon häufiger von politischer Seite angemahnt, für das Gebäude aus den 70er Jahren existiert bislang ebenfalls noch nicht. Es gebe interessante Gespräche über das Konzept, berichtet Ziebarth, allerdings sei bisher noch nichts spruchreif.
Seit dem 1. Juli 2008 sucht die Stadt Friedberg als Betreiberin der Stadthalle einen neuen Pächter für die Gaststätte inklusive Biergarten. Mit diesem neuen Pächter soll auch die Neugestaltung der mittlerweile veralteten Küche abgesprochen werden.
Schon mehrfach wurde von Gesprächen mit Interessenten berichtet, übernehmen wollte die Gastronomie bisher keiner, oder die Stadt lehnte die Bewerber ab. Unter anderem gab es Verhandlung mit der FAB über die Nutzung der Küche als Lehr- und Lernküche. »Ich habe noch mal nachgelegt, aber nichts mehr gehört«, sagte Ziebarth.
Kein Pächter bedeutet allerdings nicht, dass sich an und in der Stadthalle nichts tut. Im Mai wurde mit der Umsetzung neuer Brandschutzauflagen und Maßnahmen zur Energieeinsparung begonnen, die hauptsächlich aus Mitteln der Konjunkturförderprogramme von Bund und Land finanziert werden. Doch auch äußerlich erscheint die Stadthalle teilweise in neuem Glanz. Die Attika über dem Eingangsbereich wurde abgestrahlt und gereinigt, der obere Teil soll folgen. Die Arbeiten in der Stadthalle werden noch eine ganze Weile in Anspruch nehmen.
Bis zum Jahr 2017 soll das Brandschutzkonzept umgesetzt sein, wie Ziebarth berichtet. Zu den 324 000 Euro aus den Förderprogrammen investiert die Stadt in den kommenden sieben Jahren rund 3,1 Millionen Euro in den Erhalt der Bausubstanz der Stadthalle.
das Geld für den Erhalt der Bausubstanz! Bei fünf Veranstaltungen in der Stadthalle im Jahr 2010 fallen da, grob gerechnet, pro Veranstaltung 100.000 Euro an. Dafür gibt es locker sechs Wetterfahnen für den Adolfsturm.
Dafür gibt es locker sechs Wetterfahnen für den Adolfsturm.