Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Lokales » Städte und Gemeinden » Homberg »

Auf Schlossrundweg musikalisch Globus umrundet

Artikel vom 31.08.2010 - 19.02 Uhr

Auf Schlossrundweg musikalisch Globus umrundet

Homberg (kli). Im Rahmen der Kulturwochen »Ohm sweet Ohm« gab es unter dem Titel »Blow!« einen »blaslastigen« Musikabend mit abwechslungsreichen Darbietungen.
Tubaspiel von der Schlossmauer herunter mit Guido Gorny und Andreas Kutscher.	(Foto: kli)
Lupe - Artikelbild vergrössern
Tubaspiel von der Schlossmauer herunter mit Guido Gorny und Andreas Kutscher. (Foto: kli)
Nachdem die Veranstaltung Mitte August wegen Starkregens abgesagt werden musste, nahm man am Samstag einen erneuten Anlauf auf dem Schlossberg. Diesmal regnete es nicht und der Sonnenuntergang stimmte die Zuhörer auf dem historischen Gelände auf das Geschehen ein. Bürgermeister Prof. Béla Dören begrüßte eine stattliche Zahl von Gästen.

Gerda Grünewald von der Kommission Tourismus stellte den ersten Teil vor. Sie bat die Gäste, ihre Fantasie spielen zu lassen und sich vorzustellen, dass der Homberger Schlossberg der Globus ist. Man werde sich zu Fuß in Bewegung setzen, um die »Erde« (auf dem Schlossrundweg) zu umrunden. Dabei werde man auf ganz unterschiedlich geblasene Musik aus verschiedenen Ländern und Kontinenten treffen.

So wähnte man sich an einer Station in den Schweizer Bergen, wo der Ton der Alphornbläser erklang. Guido Gorny und Andreas Kutscher hatten die Instrumente selbst hergestellt, in dem sie Fichtenstämme schälten, der Länge nach halbierten und in geduldiger Handarbeit auf eine Wandstärke von einem halben Zentimeter aushöhlten. Als Schutz vor der Witterung und zur besseren Haltbarkeit wurden die Instrumente mit Peddigrohr umwickelt. Mit einem hölzernen Kessel-Mundstück wird das Blasen erleichtert. Die große Gästeschar marschierte dann vom Treffpunkt bergwärts und wurde von den Alphornklängen empfangen.

Neben dem Tor zur Marstallwiese warteten bereits Sebastian Kehl und seine Mutter. Wenn auch anders angekündigt, so passte diese Formation sehr gut und spielte den ragtime, einen Vorläufer des Jazz. Sebastian Kehl brillierte mit seiner Trompete und seine Mutter begleitete ihn auf dem Klavier. Mit mehreren Beiträgen führten die beiden die Besucher in eine vergangene Zeit und an ein anderes Ende der Welt. Der Applauspegel zeigte, wie gut das Duo ankam.

Weiter zog die Gruppe an der Schlossmauer entlang und wurde von der Mauer herunter von den beiden Alphornbläsern – dieses Mal mit Tubaklängen im Duo – empfangen. Hier erlebte man eine Sternstunde bläserischen Könnens. Weiter führte der Weg der Gäste in Richtung Ausgang Schlossgelände, wo bereits das Blasorchester des Spielmanns- und Fanfarencorps Homberg wartete und mehrere Stücke aus dem reichhaltigen Repertoire zu Gehör brachte. Auch hier führte der musikalische Weg ans andere Ende der Welt. Damit war die Globusumrundung aber noch nicht zu Ende, die große Überraschung folgte beim Auftritt von Christoph Gelbrich am Schlagzeug und Martin Bierwirth aus Alsfeld mit seiner Didgeridoo-Session. Mit diesem alphornähnlichen, aus Holz oder Bambus gefertigten Blasinstrument der Aborigines in Australien, verzauberte Bierwirth von der Bühne aus die Gäste. Was er diesem besonderen Blasinstrument entlockte, faszinierte vom ersten bis zum letzten Ton. Einmal fühlte man sich in die Urwälder Australiens versetzt, das andere Mal in die Berg- und Steppenlandschaften dieses Landes.

Der Band »Pink Moon« mit Christoph Gelbrich an Schlagzeug und Klavier und Jup J. Thorn mit Gitarre, Bass, Gesang und Komposition oblag es bei zunehmender Kühle die Zuhörer musikalisch wieder zu erwärmen. Dazu taugten die intonierten Popsongs. Beide Musiker sind längst gute Bekannte in der heimischen Musikszene und gefielen auch an diesem Abend, an dem sie den Heimvorteil nutzen konnten. Bleibt am Ende noch zu erwähnen, dass »Ohm sweet Ohm« vom Kultursommer Mittelhessen und verschiedenen Sponsoren unterstützt wird.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 31.08.2010 - 19.02 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang