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Bräute, Bräuche, Besenbinder - und bestes Wetter

Artikel vom 30.08.2009 - 18.42 Uhr

Bräute, Bräuche, Besenbinder - und bestes Wetter

Homberg-Schadenbach (kli). Nach langer Vorbereitungszeit wurde am Sonntag mit dem stehenden Festzug ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten zu 650 Jahren Schadenbach begangen. Nach dem am Freitag und Samstag die Bürger tüchtig gewirkt und geschmückt hatten, konnte am Sonntagvormittag die Eröffnung des stehenden Festzuges verkündet werden. Bürgermeister Volker Orth überbrachte Grußworte und betonte den großen Gemeinschaftsgeist der Bürger von Schadenbach, die beispielhaft am Ziel, ein geeigneteres Dorfgemeinschaftshaus zu bekommen, mitgearbeitet hätten.
Die Theatergruppe Magel/Stöß bei ihrer Aufführung »Wuh sei da die Kadoffen?«.
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Die Theatergruppe Magel/Stöß bei ihrer Aufführung »Wuh sei da die Kadoffen?«.
Ebenfalls solle der eventuelle Erlös aus dem Festsonntag diesem Ziel zugute kommen.

Orth dankte den Schadenbachern für ihr Engagement und wünschte dem Tag einen guten Verlauf. Ortsvorsteher Horst Scholl ergriff darauf das Wort und begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste aus nah und fern, um ihnen einen angenehmen Tag zu wünschen, außerdem dankte er allen Bürgern für ihr Engagement bei der Planung und Vorbereitung dieses großen Tages. Besonders dankte er Bürgermeister Volker Orth, den städtischen Gremien und den Bediensteten der Stadt Homberg für die Unterstützung und wünschte den Besuchern angenehme Stunden in Schadenbach. Festausschussvorsitzender Kurt Linker schloss sich den Grußworten der Vorredner an und erwähnte den geschichtlichen Hintergrund für die 650-Jahrfeier, in dem er die erste besiegelte urkundliche Erwähnung verlas und des Weiteren auch das Dorf und seine Geschichte vor der Ersterwähnung belichtete. Dann lud er zum Verweilen, Besichtigen und gemeinsamen Feiern recht herzlich ein. Am Anfang der Eröffnungsveranstaltung hatte die Gesangsgruppe »Durcheneh« aus Mücke-Wettsaasen mit einem eigens gedichteten Schadenbachlied die Gäste begeistert. Sie beendeten mit einem weiteren Liedbeitrag die offizielle Eröffnung.

Nach und nach waren am Vormittag die Festzugteilnehmer eingetroffen und hatten ihre zugeteilten Plätze eingenommen. Auf der Bühne im Hof Gemmer führten viele Gruppen musikalische und andere unterhaltsame Programmpunkte auf. Besonders begeisterten weitere Gesangs-, Trachten- und historisch gekleidete Formationen. Die Schadenbacher Theatergruppe Magel/Stöß gab ihr Theaterstück »Wuh sei da die Kadoffen?« zum besten und erntete dafür einen tüchtigen Beifall. In den Höfen des Dorfes präsentierten sich die Brautzüge der Trachtengruppen treffend mit wunderbar gedeckten Kaffeetafeln. Die Musikgruppen begeisterten allesamt, eine jede auf ihre Art. Besonders die Gäste aus Thüringen mit ihren Schalmeienvorträgen sorgten für viel Anerkennung. Ländliches Handwerk wurde mehrfach mit Dreschmaschine, Flegeldrusch, Feldschmiede, Besenbinder, Drechsler, Rechenmacher, Korb- und Stuhlflechter vorgestellt. Weiterhin gab es Handarbeiten, Waschvorführungen, Spinnstube und Kartoffeldämpfen zu sehen. Die Holzverarbeitung von der Handsäge bis zum Holzvollernter wurde vorgestellt. Jede Menge Oldtimertraktoren und -fahrzeuge gab es zu bestaunen, für Hunger und Durst konnten vielerlei Getränke und Gerichte sowie Kaffee und Kuchen verköstigt werden. Großes Glück hatten die Organisatoren auch mit dem Wetter, das einen wunderbaren Spätsommertag bescherte.

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Artikel vom 30.08.2009 - 18.42 Uhr
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