Sie sind hier: Startseite » Lokales » Städte und Gemeinden » Homberg »

Das alte Amtsgericht wird ein Familienzentrum

  Anzeige

Artikel vom 19.04.2012 - 21.20 Uhr

Das alte Amtsgericht wird ein Familienzentrum

Wiesbaden/Homberg (pm/rs). Die Etablierung von Familienzentren in Hessen schreitet weiter voran. Nunmehr fördert das Hessische Sozialministerium insgesamt 99 Familienzentren in ganz Hessen. Darunter befindet sich auch ein neues Familienzentrum in Homberg.

H_altes_Amtsgericht_2004_4c_1
Lupe - Artikelbild vergrössern
Aus dem alten Amtsgericht in Homberg wird ein Familienzentrum: Im Vogelsbergkreis ist die Stadt Homberg die einzige Kommune, die aktuell vom Land für den Ausbau eines Familienzentrums gefördert wird, das Geld soll für die Beschäftigung einer Person verwandt werden. Ausführlicher Bericht unten auf dieser Seite. (rs/Foto: rs)
Zusätzlich zu den 46 bereits seit Ende 2011 geförderten Einrichtungen erhalten in diesen Tagen weitere 53 ihre Förderbescheide. »Ich freue mich über diese Vielfalt an Einrichtungen, die umfassende und sehr gute Angebote rund um das gesamte Familienleben zur Verfügung stellen«, sagte der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner heute in Wiesbaden.

Familienzentren unterstützen und begleiten nach Angaben aus dem Hessischen Sozialministerium Familien in ihrem jeweiligen Lebenszusammenhang. Die Einrichtungen bieten für alle Generationen und alle Personen sowie für jede Lebensphase wohnortnah und unkompliziert unter anderem Kinderbetreuung, Bildungs-, Förder- und Erziehungsangebote, Lese- und Sprachförderung, Familienbildung, Eltern- und Lebensberatung, Elternbildungsangebote, Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Qualifizierungen unter anderem im Bereich der ehrenamtlichen Arbeit.



Familienzentrum soll im ehemaligen Amtsgericht untergebracht werden



Im Vogelsbergkreis ist die Stadt Homberg die einzige Kommune, die bei dem Bau eines Familienzentrums gefördert wird, das Geld soll für die Beschäftigung einer Person verwandt werden. Wie Bürgermeister Prof. Béla Dören am Donnerstagabend im Ausschuss für Jugend und Soziales auch anhand selbst gefertigter Skizzen informierte, wird das große Gebäude des ehemaligen Amtsgerichts am Kreisverkehr an zentraler Stelle der Innenstadt zum Familienzentrum ausgebaut. Dabei ist unter anderem das Einrichten eines Cafes, eines Zeitungs- und Zeitschriftenleseraumes sowie einer Bibliothek vorgesehen, es gibt ein Beratungsbüro, Vereinsräume, neue sanitäre Anlagen und im Keller einen Jugendraum für die eher lautstarken Aktivitäten. Als Besonderheit nannte der Bürgermeister die Möglichkeit von Mittagessen, was über die bereits vorhandenen Einrichtungen im nahe gelegenen Kindergarten Friedrichstraße realisiert werden kann.

Bürgermeister Prof. Béla Dören wertete das umfassende Vorhaben als sinnvoll angesichts des demografischen Wandels, es sei generationsübergreifend und das zentrale Gebäude für die älteren Menschen der Stadt gut erreichbar.

»Mit den Familienzentren schaffen und unterstützen wir ein aktivierendes, regionales Angebot für die Familien in Hessen. Familienzentren sind Knotenpunkte in einem Netzwerk von Kooperation und Information, das zugleich das kommunale Präventionsnetz und so das soziale Unterstützungsnetz vor Ort wirkungsvoller gestaltet. Dabei werden bildungspolitische, gesundheitspräventive und gewaltpräventive Ansätze mit familienbezogenen Angeboten unter einer ganzheitlichen Betrachtung in einem Sozialraum verknüpft«, betonte Sozialminister Grüttner in einer Presseerklärung.

Das Hessische Sozialministerium fördert die Familienzentren mit bis zu 12 000 Euro pro Einrichtung und Jahr. Gefördert werden Personal- und Sachausgaben für die Leitung, Koordinierung, Vernetzung, das Management des Familienzentrums, die Sicherstellung der notwendigen Angebote oder die Leistungen Dritter. Die Förderung ist für die Entwicklung oder Weiterentwicklung von Familienzentren bestimmt und wird jeweils für ein Jahr für die Dauer von maximal fünf Jahren zur Verfügung gestellt. Insgesamt stellt das Hessische Sozialministerium Mittel in Höhe von rund einer Million Euro jährlich zur Verfügung.

Für die nächste Förderrunde können Anträge bis zum 1. März 2013 eingereicht werden. Antragsberechtigt sind kommunale und gemeinnützige Träger. Die Anträge können über die Kommune beziehungsweise über die Landkreise beim Regierungspräsidium Kassel eingereicht werden. Weitere Informationen sind auf den Internetseiten des Regierungspräsidiums Kassel www.rp-kassel.hessen.de (Arbeit & Soziales / Förderung / Familienzentren Hessen) sowie des Hessischen Sozialministeriums www.hsm.hessen.de (Familie / Familienzentren) zu finden.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 19.04.2012 - 21.20 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang