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Deponieraum für bis zu 4,1 Mio. Tonnen Formsand

Artikel vom 31.05.2012 - 09.04 Uhr

Deponieraum für bis zu 4,1 Mio. Tonnen Formsand

Homberg-Nieder-Ofleiden (rs). »Schön hier.« – »Ja, wir haben den Standort wegen des Blickes gewählt.« Locker gestaltete sich am Dienstag die Übergabe eines Genehmigungsbescheides zur Ablagerung von Gießereiabfällen auf einer Anhöhe des weitläufigen Basaltbruches der MHI.

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Regierungspräsident Dr. Lars Witteck (links) übergab am Dienstag einen Genehmigungsbescheid an die HIM zur Erweiterung der Deponie auf dem MHI-Areal, das mit Formsand der Eisengießerei Fritz Winter befüllt werden soll. Im Hintergrund Vertreter der beteiligten Institutionen.
Gastgeber Andreas Ellerkmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der HIM (Hessische Industriemüll GmbH) empfing Regierungspräsident Dr. Lars Witteck, der den Bescheid für eine wesentliche Erweiterung des Deponieareal dabei hatte. Nutznießer und Investor ist die Eisengießerei Fritz Winter aus Stadtallendorf, die bereits seit Jahrzehnten ihre Formsande (Das Vergießen von flüssigem Metall in eine Form führt ohne besondere Maßnahmen zu einem massiven Gussteil. Soll das Gussteil aus Gründen der Gewichtsersparnis oder des Durchleitens von Medien hohl sein, werden Formsande eingesetzt. Quelle: Unfallversicherung VGB) auf dem MHI-Areal ablagert. Neu geplant sind jetzt zwei Abschnitte, die insgesamt eine Menge aufnehmen können, wie sie bislang abgelagert wurde.

Von dem erhöhten Standpunkt aus blickt man auf eine riesige Fläche, die Sohle des vormaligen Basalt-Tagebaues, auf der in den vergangenen Jahren ein Großteil der Anlagen zur alle drei Jahre stattfindenden Stein-Expo aufgebaut waren. Dort sollen in den kommenden Jahren auf einer Fläche von rund 65 000 Quadratmetern 4,1 Millionen Tonnen Formsande abgelagert werden, was einer Menge von rund 2,6 Millionen Kubikmeter entspricht. Die HIM aus Biebesheim betreibt in dem Basaltlava-Tagebau der Mitteldeutschen-Hartstein-Industrie (MHI) bereits seit den 1980er Jahren eine Deponie der Klasse I für die Ablagerung von nicht gefährlichen Gießereiabfällen. Abgelagert werden vorrangig die Gießereiabfälle der Stadtallendorfer Firma Fritz Winter.

Diese Firma verbessert zwar kontinuierlich die Möglichkeiten zur Wiederverwertung der Gießereiabfälle, aber es wird trotzdem mit einem jährlichen Abfallaufkommen zwischen 120 000 und 200 000 Tonnen gerechnet. Das meiste davon soll in Nieder-Ofleiden eingelagert werden, wo der genehmigte Platz nur noch für wenige Jahre reicht. Die Kosten für das Bauvorhaben werden mit fast 13 Millionen Euro veranschlagt. Regierungspräsident Dr. Witteck sah den aktuell überreichten 19. Änderungs- beziehungsweise Ergänzungsbescheid als Beitrag, einen der »wirtschaftlichen Anker« in der Region, die Eisengießerei Fritz Winter, zu unterstützen. Denn vor dem Hintergrund des demografischen Wandels seien Arbeitsplätze in der Fläche ein wesentlicher Stabilisierungsfaktor. Das drei Ordner umfassende Genehmigungsverfahren sei in guter partnerschaftlicher Atmosphäre abgewickelt worden. Das sei bei Projekten in Homberg leider nicht immer so, meinte der RP in Hinblick auf die aktuellen Querelen um das Kleintierkrematorium.

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Artikel vom 31.05.2012 - 09.04 Uhr
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