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Ein Dorf ehrte »seinen« Olympiateilnehmer

Artikel vom 19.08.2012 - 19.15 Uhr

Ein Dorf ehrte »seinen« Olympiateilnehmer

Homberg-Appenrod (kl). Sportschütze Julian Justus (24): Von Appenrod zu den Olympischen Spielen nach London und erfolgreich zurück - ein Märchen wurde wahr! Die Teilnahme an der Olympiade in London war schon ein Erlebnis, doch der Empfang in dem 300-Seelen-Dorf war am Samstag die Überraschung.

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Fahrt mit der Lanz-Bulldog durch Appenrod.
Fast ganz Appenrod war auf den »Beinen, um dabei zu sein, wenn »ihr« Julian Justus gebühren durch die Vereinsgemeinschaft unter Leitung von Ortsvorsteher Richard Fleischhauer empfangen wurde. Mit einem alten Lanz-Traktor holte man den Olympia-Teilnehmer zu Hause ab. Alle spielten mit, es war die perfekte Zusammenarbeit: die Freundin, die Eltern, die Freunde und Bekannten. Keiner ließ etwas verlautbaren.

Ortsvorsteher Reinhard Fleischhauer fuhr mit dem alten Lanz und einem Anhänger vor, und los ging die Fahrt durch das Dorf zum Dorfgemeinschaftshaus. Dort hatten sich fast 200 Einwohner versammelt, und mit einem kräftigen Applaus musste Julian Justus durch die Spalier stehende Menschenmenge eintreten. Es war ihm anzusehen; die Emotionen waren da, soviel Anerkennung durch sein Dorf – das war ganz anders als in London, wo nur der Wettkampf und der Erfolg im Mittelpunkt standen. »Ich bin echt überrascht«, das waren die ersten Worte von Julian Justus. Ortsvorsteher Fleischhauer fand anerkennende Worte für den »Julian« und auch Wilfried Reich, Vorsitzender der Schützengilde Homberg, machte deutlich, dass nach nur neun Jahren bei der Schützengilde man Olympiateilnehmer werden kann. Man habe schnell in Homberg sein Talent erkannt und gefördert, stellte Reich fest und lobte Trainer Oliver Schmidt. Für die Stadt Homberg überbrache Stadtrat Matthias Dörr die Grüße und besten Wünsche. Interessant ist die Tatsache, dass in Homberg die Stadt der »Olympiateilnehmer« im Vogelsbergkreis ist. Denn neben Julia Justus war auch der Reiter Lars Nieberg mehrmals bei den Olympischen Spielen.

»Ich glaube es gibt Engel... mich trägt mein Traum«, der Gesangverein Appenrod hatte mit diesem Liedtext wohl den »Nagel auf den Kopf« getroffen. Denn es dürfte Julia Justus wirklich wie im Traum vorgekommen sein, sein sportlicher Aufstieg bis zu den Olympischen Spielen und dann der Empfang durch seinen Heimatort. Und wie sich seine Heimatgemeinde und das Ohmtal auf der Vogelperspektive anschauen, das kann Julian Justus demnächst genießen. Denn die Appenröder schenkten Julian Justus einen Rundflug über das Ohmtal mit dem Segelflugweltmeister Felipe Levin aus Homberg. Die Überraschung Nummer zwei war auch damit gelungen.

Zum Schluss gab es die dritte Überraschung: Den Appenrödern wurde ein Film gezeigt, den Julian Justus selbst von den Olympischen Spielen, von der Eröffnungsfeier, dem Leben in den Sportstadt und dem Schießen erstellt und sein Bruder kurzerhand einfach zur Verfügung gestellt hatte. Anschließend gab es eine zünftige Feier, bei der Julian Justus nicht nur viele Glückwünsche entgegen nahm, sondern auch viele Fragen beantwortete.

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