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Gesundheitszentrum in Homberg: Land würde Geld geben

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Artikel vom 17.12.2015 - 10.39 Uhr

Gesundheitszentrum in Homberg: Land würde Geld geben

Homberg (ks). Das Konzept für ein geplantes Gesundheitszentrum in Homberg ist in Wiesbaden als förderfähiges Modellprojekt anerkannt worden. Damit zeigte sich jetzt die FW-Bürgermeisterkandidatin Monika Krebühl sehr zufrieden. Sie hatte aus dem hessischen Sozialministerium eine entsprechende E-Mail erhalten.

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Ein möglicher Standort für ein Gesundheitszentrum könnte in der ehemaligen Klinik Dr. Walb sein, hier muss aber der Besitzer Asklepios mitspielen. Es sind aber auch andere Standorte denkbar, so FW-Bürgermeisterkandidatin Monika Krebühl.
© Red
Bürgermeister Dören und sie hatten den Antrag im September an das Ministerium geschickt, teilte sie mit. Erste Gespräche sollen bereits im kommenden Januar geführt werden. Ein solches Zentrum für die Region könne unterstützt werden, lautete das Signal aus Wiesbaden.

Ob es denn, so die Idee, auf dem Gelände der ehemaligen Klinik Dr. Walb angesiedelt werden kann, ist allerdings offen. Hier muss der Asklepios-Konzern mitspielen, dem das Gelände gehört. Erste Gespräche hätten aber gezeigt, dass es Interesse bei den Verantwortlichen gibt, so Krebühl. Andere Standorte seien aber ebenfalls möglich. Auch müsste das Gebäude nicht unbedingt im Eigentum der Stadt sein. Das Gesundheitszentrum könne hier auch Mieter werden.

Der Antrag beim Land sehe vor, dass zunächst eine Koordinationsstelle in Vollzeit eingerichtet wird, die im Familienzentrum tätig sein soll. Hier würde sich das Land an den Personalkosten beteiligen, wurde aus Wiesbaden signalisiert. Denn es muss die notwendige Aufbauarbeit für ein Gesundheitszentrum geleistet werden, »und es geht nicht von heute auf morgen«, räumt die Kandidatin ein. Das schließe auch die Zusammenarbeit mit dem Kreisgesundheitsamt ein. So muss im Vorfeld zum Beispiel sondiert werden, welche Ärzte, Apotheken und Therapeuten sich an einem solchen Gesundheitszentrum beteiligen wollen. Nach Gesprächen zeigte sich Krebühl aber optimistisch, dass es gelingen kann, die Experten zu beteiligen. So hat sie im Gespräch mit einem Arzt erfahren, dass dieser sich durchaus eine Weiterbildung im Bereich der Palliativmedizin vorstellen kann.

Bereits jetzt gibt es zudem guten Kontakt zum Hospizverein Alsfeld, der noch ausgebaut werden soll, um auch vor Ort zum Beispiel Sterbehelfer auszubilden. Denn ein Palliativ- und Hospizangebot sieht das Konzept vor. Hier würde eine Lücke bei der Versorgung im Raum Homberg, Gemünden und Mücke geschlossen.

Im Gesundheitszentrum könnten aber auch Räume entstehen, die Ärzte als Praxisräume mieten und nutzen können, die ihre Praxen an anderen Orten haben, aber auch in Homberg Sprechstunden anbieten möchten. Ähnliche Räume könnte es dort für Präventions- und therapeutische Angebote geben. Krebühl betonte ausdrücklich, dass das Zentrum keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten sein soll, schon gar nicht zu den existierenden Krankenhäusern der Region. Es sei aber eine sinnvolle Ergänzung und Erweiterung des Angebotes.

Einen sehr wichtigen Bereich sieht Krebühl auch in der palliativen Versorgung. Denkbar sei neben der ambulanten palliativen Hilfe auch ein stationäres Hospiz mit bis zu zehn Betten.

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Artikel vom 17.12.2015 - 10.39 Uhr
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