Eingebettet in herrliche Laub- und Nadelwälder an den nordwestlichen
Ausläufern des Vogelsbergkreises liegt Homberg, eine idyllische
Kleinstadt. Urkundlich schon im Jahre 1065 erwähnt, blickt sie auf eine
traditionsreiche Vergangenheit zurück. Engwinklige Gässchen mit
hübschen Fachwerkbauten führen durch die Altstadt mit ihren verträumten
Winkeln und den Resten mittelalterlicher Wehranlagen.
Vom Schloss hoch über dem Ohmtal hat man einen weiten Blick über die bewaldete Landschaft bis zu den Höhen des Vogelsberges und den Lahnbergen. Ausgeschilderte Rad- und Wanderwege laden zum Aktiv-Urlaub ein. Es steht ein im Jahr 2002 neu eröffnetes modernes beheiztes Schwimmbad mit großer Liegewiese in Waldnähe zur Verfügung.
In unmittelbarer Nachbarschaft liegen vier Tennisplätze. Auch für Angler bietet die Ohm gute Gelegenheit, ihrem Sport nachzugehen. Möglichkeiten zum Reiten, zur Ausübung des Schießsportes und des Segelfluges sind ebenfalls vorhanden. Die Stadtteile sind neben der Kernstadt Homberg noch Appenrod, Bleidenrod, Büßfeld, Dannenrod, Deckenbach, Erbenhausen, Gontershausen, Haarhausen, Höingen, Maulbach, Nieder-Ofleiden, Ober-Ofleiden sowie Schadenbach.
Homberg ist ein idealer Ausgangsort zu den Ausflugszielen Oberhessens, z. B. der Universitätsstadt Marburg, der Amöneburg und der mittelalterlichen Stadt Alsfeld. Private Pensionen, Gaststätten und Hotels, aber auch ein herrlich gelegener Wald-Campingplatz laden zum Verweilen ein. Gepflegte Spazierwege mit Ruhebänken laden zu erholsamen Spaziergängen in der Stadt, zu den Naherholungsgebieten "Schechenbach", "Harthschlucht" und "Hoher Berg" und in den ausgedehnten Wäldern der Umgebung ein. Seit 1997 ist Homberg staatlich anerkannter Luftkurort. In Verbindung mit den vorhandenen Einrichtungen sowie der ärztlichen und physikalisch-therapeutischen Versorgung wird eine ideale Ergänzung der Klimaexposition angeboten.
Die erste überlieferte urkundliche Erwähnung Hombergs stammt von 1065, als König Heinrich IV. dem Kloster Hersfeld Zehn Hufen (Bauernstellen) in "Hohunburch" überließ. Bereits für das 13. Jahrhundert ist eine Münzstätte in Homberg nachweisbar. Erstmals 1554 wurden der Stadt durch Landgraf Philipp den Großmütigen zwei Jahrmarktsprivilegien verliehen. Durch die Bewilligung weiterer Märkte in den Jahren 1681, 1710 und 1739 entwickelte sich Homberg zu einem vielbesuchten Marktort, in dem jährlich sechs Kram- und Viehmärkte abgehalten wurden, von denen sich der Ende Oktober stattfindende "Kalte Markt" bis heute erhalten hat.
Auch im Homberg kam es, wie in vielen oberhessischen Städten, in den vierziger Jahren des 19. Jahrhunderts zu politischen Unruhen, die sich gegen die als unrechtmäßig empfundene Obrigkeit richteten, und deren Anführer für einen konstitutionellen Einheitsstaat kämpften. Der Bruder Friedrich Ludwig Weidigs, des revolutionären Schriftstellers und Pfarrers zu Ober-Gleen, wohnte in Homberg.
Das alte Brauhaus als Wachhaus im l3. Jahrhundert erbaut gehörte zur Stadtbefestigung. Es steht neben dem Hauxturm, der jetzt Brauhausturm genannt wird. Sehenswert ist ein in einer Tiefe von zehn Meter in Fels eingehauener katakombenähnlicher Raum, der eine Ausdehnung von l5 x 5 Meter hat. Im alten Brauhaus ist heute ein Heimatmuseum untergebracht.
Seit Juni 1981 besteht eine Städtepartnerschaft mit Thouare an der Loire in Frankreich sowie seit Oktober 1990 mit Stadtroda in Thüringen.