Homberg (pwr). 180 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr kämpften am Samstagmorgen in Homberg um den begehrten Großgemeindepokal.
Die Jugendfeuerwehr Maulbach (hier Mitglieder beim Festzug am Sonntag) gewann nicht nur den Großgemeindepokal, sondern auch die Stadtmeisterschaft. (Foto: pwr)
Homberg (pwr). 180 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr kämpften am Samstagmorgen in Homberg um den begehrten Großgemeindepokal. 20 Mannschaften demonstrierten ihr erlerntes Feuerwehrwissen in zwei Teilen anlässlich des Kreisfeuerwehrverbandstages. Schläuche kuppeln, Hindernisse überwinden und Cleverness galt es zu zeigen. Die Jugendfeuerwehr Maulbach fuhr dabei einen Doppelsieg ein, mit 1414 Punkten gewann sie nicht nur den Großgemeindepokal, sondern auch die Stadtmeisterschaft. Bei dem sogenannten A-Teil wurde ein Löschangriff vorgeführt. Hier mussten die jungen Feuerwehrleute schwere Saugschläuche kuppeln, einen engen Tunnel durchqueren und eine Hürdenwand überwinden. Im B-Teil zeigte der Feuerwehrnachwuchs bei einem Staffellauf Geschick und Cleverness, so galt es über ein Laufbrett zu balancieren und einen Schlauch auf Schnelligkeit aufzuwickeln. Bei beiden Teilen spielte die benötige Zeit einen wichtigen Bewertungsfaktor.
Aus jeder Vogelsberger Großgemeinde waren nur drei Mannschaften zur Teilnahme an diesem Wettbewerb zugelassen. Die Siegermannschafte aus Maulbach qualifiziert sich automatisch für den Osthessencup am 2. September in Eschenrod. Den zweiten Platz im Großgemeindepokal belegte mit 1408 Punkten die Jugendfeuerwehr Ermenrod 1, den dritten Platz belegte der Feuerwehrnachwuchs aus Homberg mit 1401 Punkten.
Danach folgten Hainbach (1400), Ehringshausen (1392), Wingershausen (1389,7), Nieder-Ohmen (1380), Dannenrod (1379), Burkhards/Kaulstoß (1377), Üllershausen (1377), Ermenrod 2 (1374), Deckenbach (1372), Nieder-Ohmen (1366,6), Wingershausen (1364), Schlitz (1357), Appenrod (1357), Ehrungshausen (1335), Haarhausen (1321), Burkhards/Kaulstoß (1298,6) und Alsfeld (1285). Bei der Stadtmeisterschaft belegte die Jugendfeuerwehr aus Homberg den zweiten Platz, den dritten Platz erzielte die Jugendfeuerwehr Dannenrod.
Danach folgten die Mannschaften aus Deckenbach, Appenrod und Haarhausen. Fabian Frank und Wolfgang Repp, die Fachbereichsleiter für Wettbewerbe der Kreisjugendfeuerwehr, zeigten sich mit dem Verlauf des Pokals mehr als zufrieden. »Es nahmen viele Mannschaften teil und das Wetter hat mitgespielt«, so ihr Resümee. Stadtjugendfeuerwehrart Jens-Uwe Rieß sprach von einem einwandfreien Ablauf der Versorgung, besonders den Sanitätsdienst des DRK Homberg hob er hervor.
Erster Stadtrat Michael Rotter dankte den Jugendfeuerwehren für ihre Ausbildung, die so den zukünftigen Brandschutz sicherstelle. Stadtbrandinspektor Peter Pfeil sprach von einem fairen Wettkampf und freute sich über den vielen Feuerwehrnachwuchs. »Toll, dass ihr da wart, es hat mir einen Riesenspaß gemacht«, lobte er die Jugendfeuerwehren. Landrat Rudolf Marx unterstrich die Notwendigkeit der Jugendfeuerwehren. Für ihn waren daher alle teilnehmenden Jugendfeuerwehren Gewinner. Kreisjugendfeuerwehrwart Stefan Preuß verlieh Landrat Marx im Rahmen der Siegerehrung die Floriansmedaille der Hessischen Jugendfeuerwehr in Gold. Diese Auszeichnung ist die höchste Ehrung der Jugendfeuerwehr in Hessen. »Das ist ein Zeichen für die außerordentliche und jahrelange Unterstützung während der Amtszeit«, so Preuß. Eine Verleihung dieser Medaille an einen Landrat ist laut Angaben der Kreisjugendfeuerwehr in Hessen absolute Seltenheit.