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»Mediation ein dynamischer Prozess«

Artikel vom 01.05.2012 - 16.33 Uhr

»Mediation ein dynamischer Prozess«

Homberg (ks). »Leider wird die Bevölkerung durch solche Aussagen wieder sehr verunsichert.« So reagierte jetzt Bürgermeister Béla Dören auf den Bericht in der AZ vom vergangenen Samstag, in dem sich die Gegner des geplanten Kleintierkrematoriums im Mischgebiet »Auf den Sandäckern« in Homberg zur Wort gemeldet hatten.

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Gegner des geplanten Kleintierkrematoriums im Mischgebiet »Auf den Sandäckern« bringen ihre Meinung plakativ zum Ausdruck. (Foto: rs)
Leider würden erneut Aussagen verbreitet, die eher dazu angetan seien, die Bürgerschaft zu verunsichern als dass sie aufklärend wirkten, wie etwa die nach den bei der Verbrennung entstehenden schädlichen Stoffen. Wenn man die Verfügung des RP genau lese, dann werde deutlich, dass sie für allgemeine Anlagen gilt. »Und Dioxine werden bei jeder Verbrennung freigesetzt, das gilt auch beim Grillen.«

Dören reagierte auch auf die Kritik an seiner Person und verwies darauf, er sei zwar zum Zeitpunkt, als der Vorgang in der Verwaltung bearbeitet wurde, krank gewesen, »ich habe mich aber nach meiner Rückkkehr sofort darum gekümmert.« Er rät auch, keine falschen Erwartungen in die Mediation zu setzen, die in den kommenden Tagen zwischen der Firma Skirlo und den Gegnern des Baues eines Kleintierkrematoriums beginnen soll. Die Mediatorin sei Psychologin, aber keine Expertin für technische Fragen rund um die Anlage. »Darüber sollte in einer Informationsveranstaltung informiert werden, doch leider hat die Initiative dies damals ausgeschlagen.« Die Mediatorin aus Marburg hat wissen lassen, dass sie nicht in der Lage ist, den juristischen Hintergrund zu beleuchten, um auf dieser Ebene eine Einigung zu erzielen. Sie will vielmehr die Konfliktparteien miteinander ins Gespräch bringen und beitragen, die Standpunkte deutlich zu machen »und die dahinterliegenden Befürchtungen, Ängste, Vorbehalte und Motive zu ergründen.« Häufig ergebe sich aus diesem Wissen bei den Konfliktparteien die Bereitschaft, aufeinander zu zu gehen und einen Weg zu finden, »den man vorher noch nicht bedacht hat.« Bei der Mediation handele es sich um einen dynamischen Prozess.

Zunächst sind fünf Treffen mit je zwei Stunden angesetzt. Bürgermeister Dören kündigte an, die Stadt werde für die Treffen einen neutralen Raum zur Verfügung stellen, nicht im Rathaus. Er selbst wird nicht an der Mediation teilnehmen. Er äußerte seine Hoffnung, »dass die Beteiligten ehrlich miteinander umgehen.«

Die Mediatorin hat noch wissen lassen, dass es voraussichtlich nicht gelingt, bis zum 15. Mai – dem geplanten Baubeginn an der Anlage – schon zu einem Ergebnis der Vermittlungsgespräche zu kommen. ( siehe zum Thema auch Leserbrief auf der Seite 26 )

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Artikel vom 01.05.2012 - 16.33 Uhr
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