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»Natur pur« auf Radweg

Artikel vom 19.03.2010 - 21.01 Uhr

»Natur pur« auf Radweg

Homberg (pm). Dank der tatkräftigen Mithilfe einer Vielzahl von Bürgern ist der erste Teilabschnitt der ehemaligen Bahntrasse rund um Homberg von Grünbewuchs freigeschnitten. Bereits jetzt lädt die Trasse zu einer Wanderung oder einem Spaziergang ein.
(die AZ berichtete). Dabei werde man sehr schnell erkennen, »dass der künftige Radweg R6 nicht irgendein Radweg ist, sondern im Vergleich zu anderen Strecken in Hessen ein absolutes Glanzlicht darstellt«.

Für die Bürgerinnen und Bürger aus den großen Wohngebieten im Westen der Stadt würden per Fahrrad viele Naherholungseinrichtungen wie Sportplatz, Tennisplatz oder Hardtschlucht im Osten der Stadt ohne Steigung erschlossen. Selbst Kinder könne man dann gefahrlos mit dem Fahrrad ins Schwimmbad schicken. Wie früher die alten Stadtmauern umschließe der künftige Rad- und Wanderweg die Stadt und setze damit einen wichtigen- weil verbindenden und abrundenden- städtebaulichen Akzent.

»Der Streckenabschnitt offenbart Natur pur!«, freuen sich die Initiatoren. In weiten Bereichen fahre oder gehe man wie durch einen Urwald. Die Böschungen seien von über 140 Jahre alten Natursteinmauern flankiert und Kostbarkeiten des Naturschutzes könnten dem interessierten Betrachter nähergebracht werden. Auch historische Besonderheiten seien noch erhalten. So stünden an der Strecke teilweise noch die alten Telegraphenmasten, gekrönt von weißen Porzellankugeln, oder in Stein gehauene Relikte aus der Zeit, »als hier noch Dampfloks durchbrausten«.

Die Trasse wechsele zwischen tiefen Einschnitten, über denen sich die Baumkronen wie zu einem Tunnel schließen, oder höher gelegenen Dammbereichen mit reizvollen Ausblicken ins Ohmtal oder auf die Stadt Homberg. Der Atem stocke allerdings, wenn man die alte Eisenbahnbrücke betritt: »Der Blick rechts und links in das Ohmtal ist an Schönheit nicht zu übertreffen«. Aus diesem Grunde habe unter anderem das Hessische Wirtschaftsministerium seine Förderzusage für das Projekt von der Einbeziehung der Brücke abhängig gemacht. Die mächtigen Steinpfeiler und die massive Stahlkonstruktion seien höchst beeindruckend »und man merkt, dass diese Brücke für die Ewigkeit gebaut wurde«.

Wenn die gesamte Trasse realisiert ist, gibt es eine durchgängige Radwegverbindung zwischen Lahntal und Hohem Vogelsberg. Aus dem Großstadtbereich Wetzlar/Gießen könne man mit der Bahn bis Gemünden fahren und von dort mit dem Fahrrad gemütlich die Ohmstadt Homberg erreichen.



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Artikel vom 19.03.2010 - 21.01 Uhr
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