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Neues Angebot Mostfest kam an

Artikel vom 22.03.2010 - 20.07 Uhr

Neues Angebot Mostfest kam an

Homberg-Deckenbach (kli). Der Vorstand des Obst- und Gartenbauverein hatte am Samstag seine Mitglieder mit Partnern ins Dorfgemeinschaftshaus zur Jahreshauptversammlung mit Familienabend eingeladen. Vorsitzender Thorsten Gröb konnte dazu rund 100 Anwesende begrüßen.
Das Bild zeigt Ehrende und Geehrte beim Obst- und Gartenbauverein.	(Foto: kli)
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Das Bild zeigt Ehrende und Geehrte beim Obst- und Gartenbauverein. (Foto: kli)
Darunter auch Kreisverbandsvorsitzenden Otto Müller sowie Ingrid Dönges als Referentin des Abends. Gröb bilanzierte 85 Mitglieder und gab Hinweise zum Abendprogramm. Schriftführerin Karin Seipp folgte mit ihrem Bericht, und Vorsitzender Gröb hielt seinen Jahresrückblick.

Im vergangenen Jahr beteiligte man sich demnach an der Eröffnung der Apfelwein- und Obstwiesenroute, Regionalschleife Homberg, die durch Deckenbach führt, in dem man im Bereich der alten Dorflinde Würstchen und Getränke anbot sowie nachmittags Kaffee und Kuchen durch den SC. Gröb meinte, mit dem Mostfest im Herbst habe es eine neue Veranstaltung mit dem Ziel gegeben, Möglichkeiten zur eigenen Obstverwertung vorzustellen und junge Familien mit Kindern für den Verein zu gewinnen. Wichtig seien auch die Kostproben aus eigenem Obst. Gleichzeitig habe es eine Ausstellung über Gerätschaften zur Obstverwertung gegeben, wozu der Verein eine Kernobstschneidemühle und eine Hydropresse kaufen möchte. Die Streuobstwiese am Schönberg wurde nach Angaben von Gröb gemulcht und mit Schafen beweidet. Die Pflanzenbestellung wurde auf den Herbst verschoben, weil der lange Winter einen Strich durch das Arbeitsvorhaben machte. Um den Gartenbauern im Verein etwas zu bieten, kurbelte man die Aktion »Blühendes Deckenbach« an. Zum Abschluss seines Rückblicks dankte Gröb allen Unterstützern für ihre Aktivitäten und meinte, Bewährtes sollte man bewahren, Neues ausbauen, und man hoffe im Bezug auf Ernte und Mitgliederbeteiligung auf ein weiteres erfolgreiches Jahr.

Bernd Reiß trug für den verhinderten Rechner Karl-Heinz Zobich den Kassenbericht vor, den die Revisoren Willi Maus und Steffen Cloos geprüft und für in Ordnung befunden hatten. Es folgte die Entlastung von Rechner und Vorstand. Zu neuen Kassenprüfern wählte die Versammlung Manfred Gröb und Steffen Cloos.

Kreisvorsitzender Otto Müller führte Ehrungen durch und überreichte mit der Unterstützung durch Thorsten Gröb Ehrennadeln und Urkunden an folgende Mitglieder. Für 25 Jahre Willi Maus, Manfred Gröb, Andreas Nispel, Harry Gollnest, Helmut Pfeil, Bernd Knögel, Reinhold Paulus, Berthold Becker und Heinz Wellner; für 40 Jahre Reinhold Wilhelm, für 50 Jahre Erwin Vaupel, Heinz Ludwig, Josef Filipp und Konrad Opper (einige Mitglieder konnten nicht anwesend sein, ihnen wird die Ehrung nachgereicht) und für 60 Jahre Willi Waterfeld. Er erhielt zusätzlich ein Geschenk.

Unter Punkt »Verschiedenes« wurde über das Ausleihen von vereinseigenen Gerätschaften an Mitglieder zum Zweck des Obst- und Gartenbaues gesprochen, und die feststehenden Termine im Vereinsjahr wurden verkündet. Jahreseröffnungsfahrt der Apfelwein- und Obstwiesenroute ist am 25. April, das Wiesenblütenfest auf dem Schönberg am 1. Mai und das Mostfest am 2. Oktober.

Nach dem gemeinsamen Essen setzte Ingrid Dönges vom BUND Kirchhain das Programm mit einem digitalen Beamervortrag über die Aktion »Kirchhain blüht« fort. Sie stellte an- hand von Bildern blütenlose Flächen und Gärten ohne Blüten vor, zeigte die Unterschiede zu blühenden Flächen und den Nutzen für viele In- sektenarten. Man habe die Stadt Kirchhain und Mitarbeiter des Bieneninstitutes für die Aktion »Blühendes Kirchhain« gewinnen können und mit dem Vorbereiten und Einsäen von geeigneten Flächen begonnen. Die Ideen habe man sich in der Stadt Mössingen geholt und in Kirchhain mit drei Flächen begonnen. Die Blumenmischungen hat man ebenfalls aus Mössingen bezogen. Dann folgte die Bilderserie von einjährigen Blütenflächen, vom zarten Beginn bis zur auffallenden Vollblüte. Im zweiten Jahr habe man auf mehrjährige Blütenpflanzen umgestellt. Dönges berichtete auch über ein Malheur, denn die Flächen wurden mit einem Wildkrautbekämpfungsmittel behandelt, und so bangte man um den Erfolg im nächsten Jahr. Sie bat auch die Grabbepflanzung auf den Friedhöfen durch Insektennahrungspflanzen zu ergänzen und beklagte den Notstand im Vergleich zu landwirtschaftlichen Flächen mit der Blütenfülle auf den angelegten Plätzen und Fahrbahnteilern. Sie stellte verschiedene in Mössingen entwickelte Samenmischungen und auch selbstkonzi- pierte Zusammenstellungen vor. Thorsten Gröb kurbelte dann die Deckenbacher Aktion »Blühendes Deckenbach« an und verwies auf die Möglichkeit die Blumenmischungen sofort kaufen zu können.

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Artikel vom 22.03.2010 - 20.07 Uhr
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