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Radweg für 4,3 Millionen Euro?

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Artikel vom 07.11.2013 - 09.54 Uhr

Radweg für 4,3 Millionen Euro?

Homberg (ks). Der von der Stadt seit Jahren für die ehemalige Bahntrasse überlegte Radweg würde rund 4,3 Millionen Euro kosten. Das teilte Bürgermeister Béla Dören jetzt in einer Sitzung des Bau- und Umweltausschusses mit.

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Ein touristisches Glanzlicht verspricht man sich bei der Stadt Homberg von einem Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse. Die Kosten dafür sind allerdings hoch. (Foto: Archiv)
So muss nicht nur das alte Viadukt aufwendig saniert werden (die AAZ berichtete), auch der Aufwand entlang der Trasse ist groß.

Allein das Freischneiden und Freihalten der ehemaligen Bahnstrecke, die zuletzt in den 1970er Jahren von Zügen befahren wurde, ist sehr aufwändig, teilte Bauamtsleiter Armin Rühl mit. Denn es müssen beispielsweise alle Wurzeln entfernt werden, damit der Weg gefahrlos von Radfahrern genutzt werden kann. Zudem sind Ausgleichsmaßnahmen nötig, weil der Weg FFH-Gebiete durchschneidet, in denen geschützte Pflanzen und Tiere (etwa seltene Schlangenarten) gefunden wurden. Zudem muss das Viadukt im Bereich der Sandmühle saniert werden, was mit rund 760 000 Euro veranschlagt ist.

»Mehrere Jahre strecken«

Insgesamt würde also der hohe Millionenbetrag zusammenkommen. Im Sommer war der Bürgermeister noch von Kosten zwischen 2 und 3 Mio. Euro ausgegangen. 3,9 Millionen Euro würde die Stadt über Zuschüsse erlangen können, es blieben aber immer noch 1,3 Millionen Euro.

Deshalb könne man sich nur vorstellen, das Projekt im Haushalt über fünf bis sechs Jahre zu strecken, so der Bürgermeister. »Das geht nur abschnittsweise,« ließ er durchblicken. Eine Beschlussempfehlung gab es noch nicht. Denn die Stadt ist immer noch nicht am Schluss ihrer zähen Verhandlungen mit der Bahn über den Ankauf der Trasse. Die Stadt will die Trasse für einen Euro pro Quadratmeter kaufen und verspricht sich Einnahmen durch einen Verkauf von Flächen in diesem Bereich. In der Sitzung stellte Armin Rühl noch einmal den möglichen Verlauf des Radweges vor, der rund zehn Kilometer lang wäre und bis zur Gemündener Gemarkungsgrenze führen würde.

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Artikel vom 07.11.2013 - 09.54 Uhr
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