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»Sagenhaftes Schächerbachtal« auf dem 3. Platz

Artikel vom 15.07.2010 - 20.10 Uhr

»Sagenhaftes Schächerbachtal« auf dem 3. Platz

Homberg (kli). Dieser Tage überreichte der Zertifizierer Klaus Erber aus Marburg an Hartmut Kraus, Sprecher der Gruppe 2 der Homberger Kommission Tourismus, die Urkunde und das Deutsche Wandersiegel zum neuen Premium Wanderweg.
Hartmut Kraus überreichte an Bürgermeister Prof. Béla Dören die Urkunde.	(Foto: kli)
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Hartmut Kraus überreichte an Bürgermeister Prof. Béla Dören die Urkunde. (Foto: kli)
Nach vorgegebenen Bewertungskriterien wurde der Wanderweg »Sagenhaftes Schächerbachtal« (Schechenbachtal) erfolgreich zertifiziert. Die Homberger erreichten 72 Erlebnispunkte, und man wurde damit deutschlandweit 20. sowie hessenweit Dritter. Bewertet wurden der allgemeine Eindruck mit Wanderwegezustand, Markierungen und Sonstiges. Anlage und Auswahl der Route fand nur lobende Worte unter anderem, diese Tour überzeuge durch eine sehr abwechslungsreiche Wegführung, bei der Wald, Offenland, herrliche Gewässer und tolle Aussichten Pluspunkte brachten.

Die Markierung sei mit Liebe und Sachverstand ausgeführt worden und garantiere das sichere Auffinden des Wanderweges in beiden Laufrichtungen. Sie seien sehr gut zu erkennen. Zu Stärken und Schwächen meinte der Zertifizierer, das Potenzial der Landschaft werde optimal in Szene gesetzt. Die abwechslungsreiche Natur biete viele reizvolle Aspekte. In der Schlussbemerkung erwähnte Erber die Dramaturgie, die sich vor allem im Uhrzeigersinn laufend bestens entfalte, weil dann die Aussichten auf die Stadt besser wirkten.

Am Mittwoch überreichte Hartmut Kraus die Urkunde mit dem Deutschen Wandersiegel an Bürgermeister Prof. Béla Dören und erwähnte noch einmal die vielen Stunden, die von Freiwilligen sowie Mitarbeitern des städtischen Bauhofes für die Gestaltung des Wanderweges aufgebracht wurden, und er stellte den Rundweg mit einer Länge von 9,2 Kilometer vor. Der neue Premium Wanderweg führt durch den »Jardin Thouaré« mit seinen alten Linden, Freilichtbühne und Bouleplatz, dann weiter durch das Gartengebiet Hechteloh mit Trockenmauern, Lesewällen und Gartenhäusern. Der Blick fällt auf die alte Eisenbahnbrücke und es geht an Herrn- und Pletschmühle vorbei. Bei letzterer kann man im Herbst das Obstkeltern verfolgen und frischen Most probieren. Das Klappern des Mühlrades am Mühlengebäude lässt Nostalgie aufleben. Es handelt sich dabei um die einzige Schechenbachmühle. Der Wanderer wird zu allen Jahreszeiten interessante Zier- und Nutzpflanzen entdecken und freudig registrieren.

Die Wegführung lenkt die Schritte weiter durch Wälder, über Wiesenwege und am Bach entlang. Wunderbare Blicke ins Ohmtal und hinüber zur Amöneburg vervollkommnen das Wandererlebnis . Nach der Überquerung des Baches auf Naturtrittsteinen schließt sich einer der schönsten Streckenabschnitte an. Über eine jahrhundertealte Steinbrücke aus mächtigen Quarzitblöcken kommt man ans andere Ufer. Auf einem Wiesenweg geht es dann am Ohmufer entlang, und es folgt die Querung eines Ohmseitenarmes über mächtige Trittsteine. Durch den Hof der Hainmühle (mit einem Mühlen-Restaurant) erreicht man den alten Homberger Badeweg, der zum Ausgangspunkt an der Stadthalle zurückführt. Kulinarische Besonderheiten, die teils aus Äpfeln hergestellt oder mit ihnen bereichert werden, sowie besondere Obstgetränke sollte man je nach Jahreszeit besonders genießen.

Der Bürgermeister freute sich mit den politischen Gremien der Stadt und den Kommissionsmitgliedern über die sehr guten Zertifizierungsergebnisse, damit sei die vielfältige Arbeit unter Heranziehung von freiwilligen Helfern und Bauhof positiv beendet worden. Erfreulich sei die Einbindung von Quellen, Quellbereichen und Schechenbachzuflüssen. Die Zertifizierung, so der Bürgermeister, sei gültig bis 2013. Manch Interessantes aus der Heimatgeschichte sei mit Lehrtafeln dargestellt und erfreue die Heimatkundler.

Hauptamtsleiter Markus Haumann zog bereits ein Zwischenresümee, indem er die Route als von Wanderern »sehr gut angenommen« bezeichnete. Dies wisse man aus Ergebnissen der nahen Gastronomie. Hartmut Kraus forderte die weitere Verbesserung des so genannten sanften Tourismus’. Darüber, so Bürgermeister Dören, freuten sich die Gäste, würden nach Homberg kommen und lernen die Ohmstadt besser kennen.

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Artikel vom 15.07.2010 - 20.10 Uhr
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