Nachrichten Web
Sie sind hier: Startseite » Lokales » Städte und Gemeinden » Homberg »

Schonende »Bergung« mit Autositz nötig

Artikel vom 03.09.2010 - 21.12 Uhr

Schonende »Bergung« mit Autositz nötig

Homberg (kli). Die Personenrettung aus einem verunglückten Auto mit schwieriger Bergung der Insassen übten am Mittwoch die Feuerwehr Homberg und der DRK-Ortsverein auf dem Gelände der Speedwaybahn unterhalb der Ohmstadt.
Die weitere Personenrettung gestaltete sich schwierig, da die Fahrzeugrückseite zur weiteren Erstversorgung benötigt wurde und d
Lupe - Artikelbild vergrössern
Die weitere Personenrettung gestaltete sich schwierig, da die Fahrzeugrückseite zur weiteren Erstversorgung benötigt wurde und die Schwere der Verletzungen eine sehr schonende Bergung mitsamt Sitz erforderlich machte. Nerven brauchten auch die im Auto sitzenden Mimen. (Foto: kli)
Die Übungsleitung lag unter anderem in Händen von DRK-Bereitschaftsleiter Alfred Artelt und Wehrführer Stephan Seibert. Das Szenario enthielt einen Pkw-Unfall, wobei der schwerbeschädigte Wagen mit der rechten Seite dicht an einer Wand stehen blieb. Bereits zur Erstversorgung mussten Öffnungen gebrochen werden.

Im Rahmen der Übung war es auch erforderlich durch erhöhten Spannungsdruck und verklemmte Türen nach »Brechstangenversuchen« aus dem Rüstwagen Spreizer und Schere hervorzuholen und möglichst fachmännisch für weitere Rettungsöffnungen einzusetzen. Die »Patienten« im Wagen wurden befragt, um festzustellen, ob sie ansprechbar sind. Sie wurden auch in Decken gehüllt. Weitere Schwerpunkte bildeten die Durchtrennung des Stromkreislaufes und Brandschutzmaßnahmen sowie die vorsorgliche oder das nötige Anlegen von Halskrausen.

Dann erst kam der Spreizer zum Einsatz, mit ihm wurden die Türscharniere herausgesprengt und die Türen geöffnet. Relativ einfach erschien dann die Bergung der Fahrerin. Mit zunehmender Dunkelheit wurden die Flutlichtmasten ausgefahren und die Einsatzstelle ausgeleuchtet. Die weitere Personenrettung gestaltete sich schwierig, da die Fahrzeugrückseite zur weiteren Erstversorgung benötigt wurde und die Schwere der Verletzungen eine sehr schonende Bergung mitsamt Sitz erforderlich machte. Selbst die Versuche, den Rettungsweg im Auto freizubekommen, erschienen zum Scheitern verurteilt.

Schweißgebadet wechselten sich die Einsatzkräfte ab. Viele gute Ideen von Feuerwehr und DRK-Leuten wurden umgesetzt. Auch die Mimen leisteten Schwerstarbeit, sie mussten inmitten von krachenden Dachsäulen ausharren. Der Beifahrer bekam für die Übung einen besonderen Kopfschutz.

Selbst zur Dachabnahme waren aufgrund der einseitigen Arbeitsweise besondere Maßnahmen und gute Ideen nötig. Erst mit der Rüstwagenseilwinde und dem Wegziehen des Pkw von der Wand und dem Zugang von der Beifahrerseite aus gab es bessere Möglichkeiten. Aufgrund der Enge war der Schereneinsatz nicht an allen erforderlichen Stellen möglich.

Den wenigen Zuschauern boten sich interessante Einblicke in die Arbeit der Helfer. Wie Stephan Seibert und Alfred Artelt fast übereinstimmend erklärten, war dieseine realitätsnahe Übung, die auf Erfahrungswerten beruhte. »Allerdings ist kein Einsatz wie der andere«. Es werde nach der Feststellung von Rettungs- und Bergungsmaßnahmen gezielt vorgegangen. Behutsam erfolgte am Ende wie vorgesehen die Bergung des Beifahrers. Die Beobachter zollten den Einsatzkräften Lob.

Artikel Drucken Drucken  Versenden
Artikel vom 03.09.2010 - 21.12 Uhr
Social Networks
Facebook Twitter studiVZ meinVZ schülerVZ MySpace  Del.icio.us
X Diesen Artikel versenden






* Bitte füllen Sie alle Felder aus.
Kommentar schreiben
Impressum Kontakt AGB Nutzungsbedingungen Datenschutz
TopSeitenanfang