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Siebziger lebten für einen Abend wieder auf

Artikel vom 11.06.2012 - 06.31 Uhr

Siebziger lebten für einen Abend wieder auf

Homberg (rha). Glitzer, Schlaghosen und der unverwechselbare Abba-Klang. Fast schien es, als sei das Original zurückgekehrt, als am Samstag Abend die Coverband Abba 99 im Festzelt anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Feuerwehr auftrat.

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Die Coverband Abba 99 sorgte für ordentlich Stimmung. (Fotos: rha)
Mit bekannten Hits der schwedischen Musikgruppe brachten Vera Klima (Agnetha), Petra Scheeser (Anni-Frid), Bastian Walcher (Benny), Mani Gruber (Björn), Andy Lind am Schlagzeug und Heiko Jung am Bass das Festzelt zum Beben und ließen die Siebziger für einen Abend wieder auferstehen. Etwa 900 Karten hatte die Wehr verkauft und so füllten sich die Bänke schon mehr als zwei Stunden vor dem Auftritt.

DJ Oliver Schraml sorgte mit einem Mix aus den Siebzigern, Achtzigern und von heute für Feierlaune. Zu Boney M., den Flippers und DJ Ötzi fanden sich bereits die ersten Tänzer auf dem kleinen Tanzboden vor der Bühne ein. Spätestens mit »Que Sera, Sera« bewegte Schraml auch die letzten im Zelt zum Mitmachen. Auf diese Weise perfekt eingestimmt, erwartete man gespannt das Auftreten der Coverband aus München.

In weiß-goldenen Kostümen traten die Sechs schließlich auf die Bühne, vor der die Fans immer dichter zusammenrückten. Auf »Mamma Mia« und »RingRing« folgte die stilechte Begrüßung auf Schwedisch. Abgesehen davon, dass man der Einfachheit halber für den Rest des Abends wieder Deutsch redete, unterschied die Gruppe auf den ersten Blick nichts vom Original. Jeder Ton saß und das, obwohl alles live gesungen wurde und die Band keine Einspielungen verwendete. Schillernde Kostüme machten die Illusion perfekt. ABBA 99 hatte sichtlich Spaß und suchte immer wieder den Kontakt zum Publikum, das sich schnell von der Begeisterung der Musiker anstecken ließ. Egal ob »Dancing Queen«, »Money, Money, Money« oder »The Winner Takes It All«, die entscheidenden Textstellen kannten die Fans alle auswendig. Auf dem Tanzparkett fanden sich immer mehr »Dancing Queens« und »Dancing Kings« ein. Einige von ihnen hatten sich sogar im Siebziger-Jahre-Stil verkleidet. Mit donnerndem Applaus verabschiedete das Publikum die Band schließlich in die Pause..

Obwohl das Festzelt von der Feuerwehr eigentlich zur »fußballfreien Zone« erklärt worden war, wie DJ Schraml bekannt gegeben hatte, gab dieser dann doch ab und zu die Ergebnisse des EM-Spiels durch. Pünktlich zur Pause von ABBA 99 konnte das 1:0 für Deutschland verkündet werden, welches von den Abba-Fans lautstark gefeiert wurde. Die Band hatte die Pause unterdessen zu einem Kleiderwechsel genutzt. In silbernen, mit Pailletten besetzten Kostümen startete Abba 99 in die zweite Hälfte. Für »One Of Us« holten sich die Musiker Freiwillige aus dem Publikum, die die Band mit Percussion-Instrumenten unterstützten. Kaum ein Lied der zweiten Hälfte blieb ohne laute Rufe nach einer Zugabe. »Super Trouper«, »SOS«, »Gimme Gimme Gimme«, die ABBA-Fans bekamen nicht genug. Anni-Frid alias Petra Scheeser kündigte an:»Jetzt kommt der ultimative Song, auf den ihr alle gewartet habt.« Tatsächlich schienen alle nur auf »Waterloo« gewartet zu haben. Das Lied, das ABBA 1974 zum internationalen Durchbruch verholfen hatte, brachte das Festzelt zum Beben. Als Abba 99 sich mit »Thank you for the music« verabschiedete, wurden Feuerzeuge angezündet. Wer kein Feuerzeug zur Hand hatte, schwenkte die Arme. Das Konzert war vorbei, die Musiker verließen die Bühne und im Publikum wurden die Zugabe-Rufe immer lauter. »Wenn ihr so lieb bittet«, meinte Abba 99 und kehrte doch noch einmal zurück. 900 ABBA-Fans konnten noch einige Lieder länger träumen.

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Artikel vom 11.06.2012 - 06.31 Uhr
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