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Steine auf Herzen symbolisierten Last der Menschen

Artikel vom 07.03.2010 - 20.30 Uhr

Steine auf Herzen symbolisierten Last der Menschen

Homberg-Büßfeld (kli). »Alles, was Atem hat, lobe Gott«, so lautete das Motto des Weltgebetstages 2010, der traditionell jährlich am ersten Freitag im März in über 170 Ländern begangen wird.
Blick in den Chorraum mit den Gottesdienstbesuchern bei der Verkostung von Köstlichkeiten aus Kamerun. 	(Foto: kli)
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Blick in den Chorraum mit den Gottesdienstbesuchern bei der Verkostung von Köstlichkeiten aus Kamerun. (Foto: kli)
Jedes Jahr sind es andere Frauen aus einem anderen Land, die die Gottesdienstordnung erarbeiten, nach der die Frauen aller Konfessionen der Welt den Weltgebetstag begehen. Dieses Jahr waren es Frauen aus Kamerun, die Lieder und Gebete zu diesem Gottesdienst auswählten und ihn kreativ und lebendig vorbereiteten sowie alle dazu einluden, wie es auch das Symbol des Weltgebetstages ausdrückt. Es zeigt die vier Himmelsrichtungen, aus denen Menschen kommen und im Gebet zusammen knien, dabei bilden sie ein Kreuz und sind weltweit damit verbunden. Das Titelbild zum Motto richtet sich nach dem »Lob dem Ewigen«, das Reine Claire Nkombo aus Yaoundé in Kamerun schuf. Es zeigt in bunter lebendiger Aufmachung Menschen in einem anderen Land, ein buntes quirliges Afrika, Tiere, Menschen und Pflanzen kommen zusammen, alles fließt ohne Abgrenzungen ineinander, Sichtbares und Unsichtbares trifft sich in der Mitte. Alles was Atem hat ist in das »Lob dem Ewigen« mit hineingenommen. Hellgelbe Farbtöne sind darin und die Symbole von Taube und Kreuz (Heiliger Geist), Buch (Bibel) sowie gefaltete Hände (Gebet). Die Künstlerin verbindet damit Himmel und Erde und setzt die Glaubensbotschaft der Frauen Kameruns um. In ihrem schweren Alltag loben sie Gott immer wieder neu und danken für das Geschenk des Lebens.

In vielen Kirchengemeinden der Region begingen am Freitag die Christen auf Einladung der Frauen aller Konfessionen den Weltgebetstag mit der Vorstellung von Kamerun, seinen Menschen und ihrem Leben. In der Pfarrei Deckenbach fand der Weltgebetstagsgottesdienst in der Büßfelder Kirche statt. An der Gestaltung und Vorstellung wirkten folgende Personen mit: Pfarrerin Brigitte Schrag, Brunhilde Walper, Sylvia Aubel, Kerstin Gemmer, Kerstin Kaus-Löchel, Nora Weitzel, Irene Friedrich, Andrea Seipp, Anke Korth, Natalie Dörr und Manuela Röcker. Die Konfirmanden Florian Röcker, Lucas Löchel und Marvin Seipp begleiteten den Gottesdienst mit bildlichen Darstellungen zu Kamerun und dem Leben im Land. Christoph Paulus begleitete den Abend musikalisch an der Orgel und Pfarrer Werner Schrag mit der Gitarre.

Die Darsteller zogen mit Perkussionsinstrumentenspiel und Orgelbegleitung ins Gotteshaus ein und stellten sich vor dem Altar auf, um nach der Begrüßung von Sylvia Aubel und Anke Korth den Gottesdienstbesuchern mit Lesungen, Gebeten, Liedern und Tanz Kamerun vorzustellen, wobei die Gebete und Lobpreisungen ein anderes Gewicht erhielten, da die Not in Kamerun als sehr groß dargestellt wurde. Dies zeigte sich auch in der Fürbitte. Auf dem Boden lagen zwei Herzen mit Steinen beschwert. Auf den Herzen stand geschrieben »Gegen Gottes Willen«, »Gegen sein Gesetz«, »Gegen seine Liebe« und die Worte »Gewalt, Hass, Konflikte und Missbrauch«. Die Steine als Symbol der Last wurde von den Herzen genommen und mit der Aufschrift auf den Herzen die Zustände in Kamerun beim Namen genannt und um Abbitte gebeten. Die Lesung des Psalm 150 erfolgte im Wechsel zwischen Gebetstagsfrauen und der Gemeinde. Der Liedruf »Ja alles was atmet, lobt Gott« wurde gesungen und eine Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja vorgetragen. Bei der Ankündigung zur Kollekte sangen alle Besucher »Preisen lasst uns unsern Gott« mit Text und Musik aus Kamerun. Beim einsammeln der Kollekte folgte das Lied »Danke, Gott. Ich sag’ danke, Gott«, wieder mit der Musik aus Kamerun. Zu den Kollekten war zu erfahren, dass damit Projekte in der ganzen Welt gefördert würden. Im diesjährigen Weltgebetstagsland Kamerun hat das Deutsche WGT-Komitee seit 1975 mehr als 80 Projekte mit knapp 920 000 Euro unterstützt. Sylvia Aubel dankte am Ende besonders Brunhilde Walper, die immer bei den Weltgebetstagsgottesdiensten für die Ausschmückung und Dekoration der Kirche sorgte. Die Gottesdienstbesucher blieben anschließend noch beisammen, um Tee und Köstlichkeiten wie Süßkartoffelplätzchen, Puff Puff; Kokosnussscheiben und auch Mangofrüchte zu genießen.

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Artikel vom 07.03.2010 - 20.30 Uhr
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