Homberg (kli). Unter dem Motto »Ich glaub ich steh im Wald« findet dieses Jahr die Homberger Fastnacht mit einer Reihe von Veranstaltungen des Stiefel-Club 1959 (HSC) statt.
Frau Hom und Frau Berg hatten wieder vieles aufgesammelt und die Themen reichten für einen richtigen Schilderwald.
Herausragender Teil sollte die Prunkfremdensitzung in der Stadthalle werden und das war nicht zu viel versprochen. Im Mittelpunkt standen die Garden und Tanzgruppen sowie eine Vielzahl von Büttenreden, die vor allen Dingen die Homberger Politik, den Wahlkampf und Ober-Ofleidener Geschehnisse auf die Schippe nahmen. Die Stadtnarrhalla war passend zum Thema geschmückt. Unter einem Sternenhimmel gab es eine Fülle tierischer Waldbewohner zu sehen. Die Bütt war mit einem Waldkauz verziert und allerlei gnomenhafte Gestalten zeigten auf ihre Waldheimat. Die Kapelle »Hold the Line« aus Deckenbach begleitete das Programm und spielte Schunkellieder.
Der Elferrat zog ein und der neue Sitzungspräsidenten Tommy Stipancevic eröffnete flankiert von Gardemädchen den Abend. Die Garde unter der Leitung von Jennifer Borst und Katharina Weber bot zu modernem Liedgut einen Tanz mit gekonnten Schrittfolgen. Mit einem tollen Applaus und den obligatorischen Orden wurden Trainer und Gardemädchen belohnt. Als »Rosi vom Land« trat Michaela Schepp in die Bütt. Sie gab Interessantes aus der dörflichen Kleinstadt zum Besten. Unter anderem meinte sie, dass ihr Übergewicht Vorteile hat, denn: »Lieber auf Speck gewabbelt als auf Knochen gerappelt«.
Im Dialog mit dem Pfarrer blickte sie auf gutstehendes Getreide und fette Rüben mit dem Hinweis auf ihren Fleiß. Der Pfarrer fügte jeweils hinzu »und mit Gottes Hilfe«. Bei einem schlecht stehenden Getreidefeld meinte sie, dass sie dabei nicht geholfen hat. Beim Zwischenspiel arrangierten sich Sitzungspräsident und Regieassistent Raphael Bernhart mit witzigen Einlagen, die besonders Raphael Bernhart in jeweils anderen Verkleidungen und gelungenen Posen in den Vordergrund rückten.
Es folgten die Minis mit einem bunten Tanz zur Melodie »Heut ist so ein schöner Tag«. Sie gefielen auch durch die Verkleidung als Blümchen und Bienchen. Sitzungspräsident Stipancevic forderte mit Unterstützung der Gäste eine Zugabe, die von den Kids gern gewährt wurde. Beim folgenden Zwischenspiel gefiel das Duo Bernhart und Stipancevic mit der »Glückshäschenparodie« und nach dem Auftritt von Maler Klecksel mit dem Tanz »Eichhörnchen du bist so schnell« mit temporeichen Schrittfolgen.
Die Bühne betreuten Wolfgang Grimm, Maximilian Friedrich und Felix Weck mit der Unerstützung durch Zeremonienmeister Norbert Lein. Maler Klecksel alias Hans Staffa gefiel wie immer mit Malkünsten und Wortwendungen. Das politische Jahr hatte viele Pannen, die Maler Klecksel ohne Ausnahme auf die Tafel zeichnete. Meistens brauchten seine Helfer die Tafel nur zu drehen und eine neue Panne war zu erraten. Klecksel zelebrierte Ministerrücktritt, Sportbestechung, Wirtschafts- und Koalitionskrise. Am Ende seiner gelungenen Vorstellung sang er »Was nützet dem Kaiser die Krone«. Darauf hatten die Insider schon längst gewartet. Natürlich folgten Zugaben durch den Sitzungsmaler. In schnellem Wechsel brillierte dann Tanzmariechen Hannah Stiller. Einstudiert hatten Jennifer Borst und Katharina Weber diesen besonderen Auftritt. Die gute Laune schwappte auf die Gäste über. Dazu trug auch der Sitzungspräsident und sein Regisseur bei.