Feuerwerk großartiger Improvisation bei der Geburtstagsparty gezündet
Kirtorf-Heimertshausen (ia). Kurz vor Schluss eines mitreißenden, satte fünf Stunden währenden Konzerts der Spitzenklasse mit der Crème de la Crème des klassischen Jazz aus Deutschland brachten die sieben Interpreten auf der Bühne des Dorfgemeinschafshauses ihrem Schlagzeuger Trevor Richards das wohlverdiente bei- fallumtoste Ständchen zu dessen 65. Geburtstag.
Geburtstagskind Trevor Richards (rechts am Schlagzueg) hat sich und sein Publikum wieder mit einer besonderen Veranstaltung beschenkt. (Foto: ia)
Das von Pfarrer Walter Bernbeck (Billertshausen) und Alfred Haberlach (Heimertshausen) in Kooperation mit Richards organisierte »3. Jazz Open Air« - ursprünglich im Freien geplant - musste witterungsbedingt kurzfristig ins Dorfgemeinschaftshaus verlegt werden.
Aufgrund des großen Zuspruchs von Jazzfreunden aus nah und fern erwies sich jedoch das Haus als deutlich zu klein, dicht gedrängt saßen und standen die Musikliebhaber im Gemeinschaftsraum, um zu lauschen. Die Wahrnehmung von Rhythmus und Harmonien war im heiter-gelösten Auditorium reihum zu erkennen: Fingerschnippen und Wippen mit den Füßen als Indizien für den ansprechenden Charakter der Musikdarbietungen.
Wie die Autokennzeichen anzeigten, reisten viele Musikenthusiasten insbesondere aus dem Rhein-Main-Gebiet, aus dem Raum Lahn-Dill, Marburg, Fulda, Gießen, ja sogar aus München und Großbritannien an. Insgesamt dürften es wohl gut 400 begeisterte Besucher gewesen sein, die bis spät in die Nacht einem Jazz-Marathon auf Spitzenniveau beiwohnten.
Richards, in Bexhill-on-Sea (England) geboren, wanderte bereits mit 21 über Hamburg in die USA aus. Seit drei Jahren wohnt der Musiker nun, seiner Wunschvorstellung entsprechend, im Zentrum Hessens im Einzugsgebiet einer Großstadt, im kleinen Kirtorfer Stadtteil Heimertshausen. Zu Dank sei er in diesem Zusammenhang Christoph Kramer (Alsfeld) verpflichtet, der ihn mit seinem »New Orleans Trio« wiederholt für Jazz-Aufführungen in Alsfeld verpflichtete. Bei der Veranstaltung am Sonntag zeichnete eine Reihe weiterer Helfer aus den Reihen der Kirchengemeinde verantwortlich. Natürlich gab es für den Hunger Bratwürstchen vom Grill.
An dem von nur kleinen Pausen unterbrochenen Musikevent wirkte eine beachtliche Zahl international anerkannter Klassik-Jazzinterpreten mit. Sie gesellten sich während des späten Nachmittags und des Abends zum Kreis der Musizierenden hinzu. Für das Konzert aus Anlass des 65. Geburtstags war bewusst kein gesondertes Programm erstellt worden. Das Geburtstagskind wollte sich im Verlaufe der Veranstaltung von den musikalischen Gratulanten überraschen lassen. Und so kam es auch. Insgesamt gab es letztlich fünf »Jamsessions«.