Rat bei Frauenfrühstück: Sich selbst kennen ist wichtig
Kirtorf (pm). Die Frauen sollen ihren Typ kennen, um abzuschätzen, welcher Partner zu ihnen passt - diesen Rat hatte Referentin Hanna Backhaus bei ihrem Vortrag zum Frauenfrühstück in Kirtorf.
Kirtorf (pm). Beziehungsweise – Wie Beziehungen unser Leben prägen – So lautete das Thema beim Frauenfrühstück, das kürzlich zum 9. Mal vom Evangelischen Kirchenchor Kirtorf organisiert wurde. Über 90 Frauen fanden den Weg in die herbstlich geschmückte Gleentalhalle. Nach einem reichhaltigen Frühstück gestaltete Sozialpädagogin Hanna Backhaus ihren Vortrag. So meinte sie zur Einführung, dass jeder Mensch von Geburt an auf Beziehungen angewiesen ist und schon in der Kindheit eine Prägung erfährt. Darauf stellte sie vier verschiedene Persönlichkeitsstrukturen vor. Da gebe es den eher sachlichen Typ, der nichts richtig an sich heranlässt, den warmherzigen Typ, der erst zufrieden ist, wenn alle anderen es auch sind, den korrekten, der alles sehr genau nimmt und den unkonventionellen, der sich nicht gerne einengen lässt. »Treffen nun zwei sehr gegensätzliche Persönlichkeiten aufeinander dann kracht es erst mal«, so Backhaus. Sehr wichtig für eine gesunde Beziehung sei es, sich selbst zu kennen: »Es hilft zu wissen, welche Voraussetzungen ich mitbringe; bin ich sehr nähe- oder eher distanzbedürftig, mehr der korrekte oder eher der unkonventionelle Typ?« Da eine Selbsteinschätzung oft schwer fällt, solle man nicht davor zurückschrecken, einen nahestehenden Menschen zu fragen, wie er uns sieht und wahrnimmt.
Da machte die Referentin eine Pause, um die Möglichkeit zu geben, das Gehörte zu reflektieren, bevor sie im zweiten Teil Tipps für eine konstruktive Beziehung gab. Einer der wichtigsten Punkte in einer Beziehung sei Offenheit. »Offenheit ist meist positiv ansteckend, auch wenn man es oft als Wagnis empfindet, dem anderen gegenüber wirklich offen zu sein«, so Backhaus. Auch Konflikte gehören in eine gute Beziehung, wobei es wichtig sei, nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit dem Herzen zuzuhören. Zuhörer würden meist viel mehr auf non-verbale Signale als auf Inhalte reagieren. Laut Backhaus spielen Tonfall, Gestik und Mimik eine oft sehr unterschätzte Rolle im täglichen Miteinander.
Ihren Vortrag schloss sie mit einem Zitat aus der Bibel: »Eisen wird mit Eisen geschärft. Der Mensch aber bekommt seinen Schliff im Umgang mit Menschen«.
Viel Applaus und guten Zuspruch am Büchertisch erhielt die Referentin nach ihrem Vortrag. Musikalisch umrahmt wurde das Frauenfrühstück von Catharina Schick am Klavier, und dem Kirchenchor Kirtorf unter Leitung von Christina Feldbusch. Zudem sang man gemeinsam einen Kanon.