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Riesen-Männerchor ließ Römerberg erbeben

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Artikel vom 23.06.2012 - 15.51 Uhr

Riesen-Männerchor ließ Römerberg erbeben

Kirtorf/Mücke (pm). Es sollte das Highlight der Männer vom MGV »Liederkranz« in diesem Jahr werden und es hielt was es zuvor versprach. Im vergangenen halben Jahr wurden die Chorproben in Kirtorf intensiv genutzt, um sich auf das Chor-Projekt des Hessischen Sängerbundes beim Deutschen Chorfest 2012 in Frankfurt vorzubereiten.

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Hatten viel Spaß beim offenen Singen der Männerchöre auf dem Frankfurter Römerberg: Die Sänger aus Kirtorf mit Verstärkung aus Mücke und Speckswinkel sowie Mitreisenden. (Foto: pm)
Kirtorf/Mücke (pm). Es sollte das Highlight der Männer vom MGV »Liederkranz« in diesem Jahr werden und es hielt was es zuvor versprach. Im vergangenen halben Jahr wurden die Chorproben in Kirtorf intensiv genutzt, um sich auf das Chor-Projekt des Hessischen Sängerbundes beim Deutschen Chorfest 2012 in Frankfurt vorzubereiten. Eigens zu diesem Anlass hob der Männergesangverein »Liederkranz« Kirtorf ein Chor-Projekt aus der Taufe, zu dem auch interessierte Männer aus Kirtorf und Umgebung eingeladen waren. Unterstützung fand der MGV in Flensungen beim Gesangverein »Liederkranz« sowie beim Gemischten Chor »Frohsinn« in Speckswinkel. Die Kontakte ergaben sich zum einen nach Flensungen durch die bereits sehr gute Zusammenarbeit für das Musical »Simba, im Königreich der Löwen« und nach Speckswinkel durch die Chorleiterin des MGV Kirtorf, Viktoria Lanz-Winter, die ebenfalls den »Frohsinn« leitet.

»Reine Männersache« hieß es dann am Samstag, 9. Juni, auf dem Frankfurter Römerberg, dessen Kulisse mit ca. 7000 Menschen sehr beeindruckte. Vor der Bühne versammelten sich etwa 1500 Männer die, alle mit orange-farbigen Baseballcaps bekleidet, erwartungsvoll auf das Highlight für Männerchöre warteten. Unter den 1500 Sängern, die nach Stimmgruppen getrennt vor der Bühne Aufstellung genommen hatten, waren auch 35 Sänger vom MGV »Liederkranz« Kirtorf. Natürlich war auch Chorleiterin Viktoria Lanz-Winter unter den Zuhörern, um sich dieses einmalige Offene Singen des Hessischen Sängerbundes nicht entgehen zu lassen. Sie hat »ihre Männer« über Monate akribisch auf diesen Tag vorbereitet.

Die Leitung der »Reinen Männersache« hatten die Chorleiter Jan Schumacher und Jürgen Faßbender übernommen. Abwechselnd dirigierten sie die begeisterte Menge. Mit den Bühnenchören »Liedertafel« der kleinen Chöre aus Freiendiez und Niederzeuzheim im Rücken, gaben beide sehr wortgewandt, humorvoll und kurzweilig den Takt an. »Die größte Wohltat für das Ohr ist und bleibt ein Männerchor« sagte Jan Schumacher zu Beginn des Singens und startete dementsprechend mit »Frisch gesungen« von Friedrich Silcher. Jeder, der vorher an der Durchführbarkeit einer solchen »Chorprobe« gezweifelt hat, wurde mit den ersten Takten eines Besseren belehrt. Denn nicht nur die Sänger aus Kirtorf waren optimal präpariert.

Jürgen Faßbender, dessen Idee dieses Offene Singen mit Männerchören war, brachte im Anschluss die Männer mit dem »Augistin-Rap« von Lorenz Maierhofer und den häufig sich ändernden Rhythmen an ihre Grenzen. Danach waren alle bei Franz Schuberts »Im Abendrot« wieder in der gewohnten Spur. Der Klassiker der Männerchorliteratur schlechthin ließ nicht lange auf sich warten. »Aus der Traube in die Tonne« von Kurt Lißmann schallte es im Fortefortissimo über den Römerberg und brachte diesen fast zum Beben. Gerade die Schlussakkorde an der Stelle »und sie werden wieder Wein« erwirkten bei den Sängern eine Gänsehaut und ließen begeisterten Applaus folgen. Eine choreographische Glanzleistung folgte mit dem Lied »Fever« in der Fassung von Robert Sund. Die Sänger wischten sich Schweiß von der Stirn, wedelten mit Noten und schwangen Hin- und Her. Jan Schumacher selbst bezeichnete die Leistung der Massen als »sensationell« und hatte offensichtlich viel Freude an diesem Lied.

Die nun folgende »Untreue« von Friedrich Silcher ließ die Zuhörer in Frankfurt ebenfalls raunen. »Herrlich« und »wunderschön gesungen« adelte Faßbender den riesigen Chor vor der Bühne. »Da bekommt man(n) Tränen in die Augen« resümierte dann ein Sänger des MGV Kirtorf, als alle Männer, von Tenor bis Bass, mit den Worten »Wer hat dich du schöner Wald« den »Jägerabschied« anstimmten. Es war eines der beeindrucktesten Lieder an diesem Nachmittag, der mit einer heftig geforderten Zugabe endete.

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Artikel vom 23.06.2012 - 15.51 Uhr
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