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Beim RCR wird mächtig Rabatz gemacht

Artikel vom 10.02.2009 - 18.00 Uhr

Beim RCR wird mächtig Rabatz gemacht

Mücke-Ruppertenrod (sf). Die 34. närrische Sitzung stand ganz im Zeichen der Märchen von einst. Günter Zeuner als Baron von Münchhausen führte seine zehn Gefährten vom »Märchenrat« an, den Zauberer, Rattenfänger, Hans im Glück, den gestiefelten Kater, Räuber, tapferes Schneiderlein, Jäger, Hexe und das Rumpelstilzchen.
Mit Interesse verfolgten die Narren Neuigkeiten aus dem Dorfgeschehen.
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Mit Interesse verfolgten die Narren Neuigkeiten aus dem Dorfgeschehen.
Begrüßen konnten die Narren auch Abordnungen aus Höckersdorf, Ober-Ohmen, Groß-Eichen, Wettsaasen und Sellnrod. Aktive Fastnachter braucht ein Dorf und so wurden für zehn Jahre aktives Tanzen Rebecka Zett, Lisa Zimmermann und Vanessa Kratz geehrt und für 25 Jahre treue Dienste im Elferrat wurde Bernd Schmidt ausgezeichnet.

Tänzerisch eröffnete die Sternchengarde das Programm und weiter ging es mit den sogenannten Kommunikationsproblemen. Meinte sich doch eine Dame nach ihrem Mann im Krankenhaus erkundigen zu müssen, sie telefonierte aber mit der Werkstatt Steinberger, und so kam es zu opulenten Verwechslungen. Gisela Zimmermann und Martin Kratz sorgten für viele Lacher. Der alte Käfer habe wohl seinen Dienst getan, aber das wollte die Frau wahrlich nicht hören, denn sie liebte doch ihren »Alten«. Zu Kavallerie-Musik begeisterten die Roten Funken.

»Hast Du schon gehört, es soll einmal gewesen sein.« Mit diesen Worten starteten die Tratschweiber (Anja Heinl-Buß und Ulrike Meurer) ihren Vortrag. Die eine wollte als Bazille gehen und die Männer anstecken. Erst macht sie sie an, dass sie fiebrig werden, und dann hustet sie den Männern was.

Mit über 800 Kilogramm Lebendgewicht beherrschten die »Sieben Zwerge« nun das Geschehen. Die strammen Männer tanzten auf das Lied der Zwerge. Die Geschichte der Nase wurde von Märchenerzählerin Elsbeth Schmidt erzählt. Die Nase habe einen Rücken, eine Spitze und gar ein Flügelpaar, allerdings könne sie nicht fliegen, sondern nur laufen. Das Lied »Alle Menschen auf der Welt haben die Nase vorn« wurde dann gesungen. Aus dem Märchenelferrat wurde dann noch eine Nasengarde, denn die unterschiedlichsten Nasen zierten die Gesichter. Dann wurde das Geheimnis des Prinzenpaares gelüftet und ihre Tollitäten Prinz Björn I. und Prinzessin Sandra I. wurden dem Volk präsentiert. Mit dem Schwung kleiner Gardeoffiziere übernahm die Prinzengarde das Zepter und brillierte mit ihrem Tanzkönnen. Früher seien ihm immer die Frauen nachgelaufen, aber seit er das mit den Handtaschendiebstählen lässt, laufe ihm keine mehr hinterher, berichtete Enno Oehler. Ans Tageslicht kam auch, dass der einzige Reiz an seiner Frau noch der Hustenreiz ist. So wie in alten Zeiten waren die Bänkelsänger und die Moritatensänger mit an Bord. Die »Ruppeträrer Roawe« setzten mit ihren Liedern märchenhafte Akzente. Gab es da doch den »Musi-Zwerg« (Berthold Kratz), er wurde vom »Räudigen Wolf« (Klaus Werner), dem schö- nen »Rotkäppchen« (Hans-Jürgen Kratz) und dem »Grünen Frosch« (Dr. Michael Grün) gesanglich begleitet. Beim Schneewittchenlied hatten sie auch eine Passage zum Mitsprechen eingebaut.

Die beiden alten Damen »Hortensia« (Susanne Sommer) und »Mariechen« (Günter Zeuner) trafen sich zum Kaffeeklatsch. Es ging um das Thema Nummer 1 bei den alten Herrschaften, um Krankheiten und Arztbesuche mit ihren Diagnosen. Das Sprechzimmer vom »griene Doktor« blieb nicht unerwähnt. Auch der liebe Gott sei krank, denn kürzlich habe in der Zeitung gestanden, Gott habe den Dr. Schulz zu sich gerufen. Auch die moderne Kommunikation per SMS beherrschten die Damen. Bei der nun folgenden Märchenstunde herrschte absolute Ruhe, jeder wollte die Begebenheiten und Missgeschicke der Dorfbewohner verfolgen. Die »Pressköpp« spielten einige Szenen, die sich so im vergangenen Jahr in Ruppertenrod zugetragen haben. Fre- netischer Beifall war ihnen sicher. Bevor sich das närrische Volk dem Feiern hingab, zeigte die RCR-Showtanzgruppe ihren meisterlichen Hexentanz. Zur Musik der »Rocky Horror Pic- ture Show« wirbelten die Hexen über die Bühne. Alle Tanzgruppen durften ohne eine Zugabe nicht von der Bühne abtreten. Für die musikalische Begleitung war das Duo Joker mit Wolfgang Karas und Hugo Schön verantwortlich.



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Artikel vom 10.02.2009 - 18.00 Uhr
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