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Hobbys halten »Rentnerdepression« im Zaum

Artikel vom 17.04.2009 - 18.25 Uhr

Hobbys halten »Rentnerdepression« im Zaum

Mücke-Nieder-Ohmen (ng). Um Zwergbäume - »Bonsais« -, ihre Bedeutung bei Depressionen und die Ostergeschichte drehte sich der jüngste Unterhaltungsnachmittag des Kulturrings Nieder-Ohmen.
Pflege von Zwergbäumen und andere Hobbys helfen bei Depressionen: Helga Nevel stellte das Bonsaibäumchen vor.	(Foto: ng)
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Pflege von Zwergbäumen und andere Hobbys helfen bei Depressionen: Helga Nevel stellte das Bonsaibäumchen vor. (Foto: ng)
Diakon Hans Peter-Schucker stellte im Gemeinschaftshaus die Andacht auf Ostern ab, besonders den Besuch von Maria von Magdala am Grab Jesu. Sie ist tief traurig, dass Jesu tot ist, merkte dann aber, dass Jesus plötzlich hinter ihr steht. Sie erkannte ihn und wollte ihn umfassen. Jesus aber sagte: »Halte mich nicht fest. Ich gehöre allen, die leben wollen und mich lieben, allen, die mir vertrauen und das Leben erhoffen, allen, die Ostern feiern.«

Helga Nevel sagte zum Auftakt ihres Vortrags, sie sei beruflich mit dem Thema Depressionen befasst gewesen. Das Thema stehe auch im Zusammenhang mit ihrem weiteren Vortrag über Bonsaibäumchen - diese seien eine Theraphieform. Depressionen beträfen viele Menschen und dabei gebe es die »Rentnerdepression«, wenn Menschen aus dem Berufsleben ausschieden und fand dabei bei vielen Zuhörern des Nachmittags große Zustimmung. Betroffen seien Frauen und Männer, weil oft der Fall eintrete, dass sich Eheleute gegenseitig im eigenen Hause im Wege stünden, wenn etwa der Mann seiner gewohnten Arbeit nicht mehr nachgehe. Hobbys seien eine Möglichkeit zur Behandlung von Depressionen. Aus diesem Ansatz heraus befasste sich Helga Nevel mit Pflege und Zucht des Bonsaibäumchens, auch als Therapie gegen Depressionen. Bonsaibäumchen werden in besonderen Pflanzgefäßen herangezogen und durch Kunstgriffe klein gehalten. Verbunden mit welt- und naturanschaulichen Betrachtungen (aus Japan und China kommend) können bei guter Pflege diese Bäumchen mehrere 100 Jahre alt werden.

Keinesfalls billig, erfreuen sie in der Gegenwart auch viele Menschen im Westen an ihnen. Da sich Helga Nevel an den Hobbyausstellungen des Kulturringes beteiligt hat, fand das Bonsaibäumchen bereits Freunde in Nieder-Ohmen.

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Artikel vom 17.04.2009 - 18.25 Uhr
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