Mücke-Merlau (ng). Als Höhepunkt des Vereinsjahres darf die Frei- willige Feherwehr Merlau ihr 60-jähriges Bestehen im Sommer 2009 betrachten.
Das Bild zeigt die Personen nach der Ernennung zum Ehrenmitglied, nach der Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft und der Beförderung zum Hauptlöschmeister. (Foto: ng)
Zur Jahreshauptversammlung konnte am Samstagabend Vorsitzender Torsten Fischer viele Gäste begrüßen, darunter Ersten Beigeordneten Wilfried Schwab, Ortsvorsteher Dieter Daniel, stellver- tretenden Gemeindebrandinspektor Bernd Wißner, Gemeinde-Jugend- feuerwehrwart Benjamin Schwebel und zu späterer Stunde auch Bür- germeister Matthias Weitzel. In seinem Jahresbericht äußerte Vorsitzen- der Fischer, der Verein habe Ende des Vorjahres 275 Mitglieder gehabt, darunter 40 Frauen.
Dem weiteren Jahresbericht war zu entnehmen, dass zwei Mannschaften der Feuerwehr am Pokalschießen des Schützenvereins teilgenommen hatten. Verschiedene Feuerwehrfeste wurden von Abordnungen besucht. Höhepunkt sei das 60-jährige Bestehen der Feuerwehr gewesen. Die Feuerwehr beteiligte sich bei der Planung des Dorffestes und dem Mücker Weihnachtsmarkt. Trotz schlechten Wetters wurde zum Abschluss des Vereinsjahres die traditionelle Winterwanderung organisiert.
Ralf Winter gab den Jahresbericht als Wehrführer. Demnach hatte die Einsatzabteilung rund 720 Arbeitsstunden geleistet, die sich in elf Einsätze (zwei Brandeinsätze, zwei Tech- nische Hilfeleistungen, sieben Brandsicherheitsdienste), 19 Ausbildungseinheiten, fünf Ab- sicherungsdienste und drei Arbeitseinsätze gliederten. Nicht mitgezählt wurden die vielen kleinen Tätigkeiten zum Wohl der Allgemeinheit. Es gab insgesamt 19 Ausbildungseinheiten mit über 350 Stunden. Fünf Atemschutzgeräteträger hatten sich im Mai an der Heißausbildung in der mobilen Atemschutzübungsanlage »Firehouse« beteiligt. Zum allgemeinenen Übungsgeschehen führte Winter aus: »Wir nahmen an Großübungen in Sellnrod und Ruppertenrod teil, hielten eine Gemeinschaftsübung mit den Kameraden aus Nieder-Ohmen, ferner eine Übung in Kirschgarten mit dem DRK-Ortsverein Mücke ab. Ebenfalls beteiligten wir uns an der jährlichen Nachtübung, die im vergangenen Jahr in Flensungen stattfand.« Der besondere Höhepunkt sei im vergangenen Jahr der Besuch des »Ausbildungszentrums Gefahrenabwehrorganisationen« in Dillenburg gewesen. »Frisch errichtet mitten im Wald auf einem alten Militärgelände hat der Lahn-Dill-Kreis eine Ausbildungseinrichtung für die Hilfsorganisationen geschaffen. Dort konnten wir verschiedene Einsatzsituationen realitätsgetreu nachstellen, unter anderem einen Unfall mit einem Schulbus mit mehreren Verletzten, den Brand eines Gasbehälters, sowie einen Brandeinsatz in der Kanalisation. Da das Gelände gar nicht so weit von uns entfernt ist, planen wir dort schon eine weitere Ausbildungseinheit in den nächsten Jahren.« Ein Mal pro Jahr müsse jeder Atemschutzgeräteträger einen Durchgang in einer Atemschutzübungsanlage nachweisen. Dafür seien sieben Personen zu den Atemschutzübungsstrecken in Alsfeld beziehungsweise Gießen geschickt worden.
Zwei Feuererwehrleute hatten sich an den Aktivitäten des Katastrophenschutz-Zuges der Gemeinde Mücke bei insgesamt vier Ausbildungseinheiten beteiligt. An sonstigen Diensten nannte Winter das Reinigen der Sinkkästen in Merlau und Kirschgarten, ein Mal wurden die Merlauer und Kirschgartener Hydranten winterfest gemacht. Winnter dankte allen Personen, die jeweils die Anhänger mit Schlepper beziehungsweise einen Pritschenwagen zur Verfügung gestellt hatten.
Der Wehrführer hatte als Kreisausbilder Sprechfunk im Vogelsbergkreis an sechs Sprechfunk-Lehrgängen teilgenommen. In seiner Eigenschaft als Kreisausbilder ist er auch als Fernmelder des ELW 2 des Vogelsbergkreises tätig. Dazu besuchte er acht Ausbildungsveranstaltungen und nahm an zwei Großübungen im Kreisgebiet teil. Im Berichtsjahr wurden von den Einsatzkräften wieder viele Lehrgänge und Fortbildungen besucht. Für die Bereitschaft der Teilnehmer und auch für das Verständnis der Arbeitgeber, die ja die Feuerwehrleute teilweise während der Lehrgänge entbehren müssen, dankte Winter. Insgesamt 15 Lehrgangsteilnahmen waren aus Merlau zu verzeichnen.