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»Notwendig ist etwas Fantasie, die jeder mitbringen kann«

Artikel vom 05.07.2010 - 20.20 Uhr

»Notwendig ist etwas Fantasie, die jeder mitbringen kann«

Mücke (pm). Für die 3. Klassen der Grundschule Oberes Ohmtal fand kürzlich eine Autorenlesung mit Regina Rusch statt.
Für die 3. Klassen der Grundschule Oberes Ohmtal fand kürzlich eine Autorenlesung mit Regina Rusch statt. 	(Foto: pm)
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Für die 3. Klassen der Grundschule Oberes Ohmtal fand kürzlich eine Autorenlesung mit Regina Rusch statt. (Foto: pm)
Diese Lesung wurde organisiert von der stellvertretenden Schulleiterin Claudia Wolf und unterstützt vom Friedrich-Bödecker-Kreis und der Elternspende. Die Autorin aus Frankfurt verstand es, sofort sehr guten Kontakt zu den Kindern zu knüpfen.

Sie verdeutlichte ihnen, dass jeder Geschichten schreiben kann und dass dies eine Möglichkeit ist, seine Freude, seine Trauer, seine Emotionen auszudrücken. »Notwendig dazu ist nur etwas Fantasie, die jeder mitbringen kann«. Sie demonstrierte dies sehr anschaulich im Gespräch mit den Kindern, denn sie ließ die Kinder zunächst raten, was sie in ihren Händen verborgen hielt. Die Antworten führten zu den unterschiedlichsten Ideen für Geschichten und wurden von Regina Rusch auch durch geschicktes Nachfragen weitergesponnen.

Groß war die Überraschung, als sie dann ihre Hände öffnete und nichts darin verborgen war, außer der Anregung der Fantasie der Kinder. Anschließend las sie aus dem Buch »Zappelhannes« einen Text vor, mit dem sich alle Anwesenden gut identifizieren konnten. Es handelte von der Schwierigkeit, mit etwas fertig zu werden, was man noch nicht kann.

Auch hier erläuterte sie im anschließenden Gespräch, wie schwer es manchmal fällt, Schwächen zu akzeptieren. Im zweiten Text, diesmal aus dem Buch »Johanna, wir sind stark« ging es wieder um Schwäche. Aber hier wurde gezeigt, wie es durch Stärkung des Selbstbewusstseins möglich ist, anderen zu zeigen, dass man sich nicht alles gefallen lässt.

In einer anschließenden Gesprächsrunde stellte sich Regina Rusch den Fragen der Kinder. Sie konnten erfahren, dass sie sehr früh angefangen hat, Geschichten zu schreiben, dass es keine Berufsausbildung für Schriftsteller gibt, sondern dass dazu gute Ideen und das Gespür gehört, die Leser durch die Geschichte zu fesseln. Abschließend las sie zur großen Erheiterung aller die Geschichte »Der Neue ist ein Knaller« vor. Darin wurde geschildert, welche Erfahrungen ein Junge macht, als er in eine neue Schule kommt. Sein Problem ist allerdings, dass er am Vorabend des ersten Schultages an der neuen Schule Opas »Cowboy-Eintopf« gegessen hatte: Eintopf aus weißen Bohnen mit den entsprechenden Auswirkungen auf den Verdauungstrakt. Immer wieder gab es großes Gelächter und Gegluckse bei den Kindern, die sich die Pupserei gut vorstellen konnten. Zum Abschluss der Autorenlesung dankte der Schulleiter Johann Wolfgang Horst der Autorin für die vergnügliche Veranstaltung und dass sie es verstanden hatte, die Kinder für das Lesen zu motivieren.

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Artikel vom 05.07.2010 - 20.20 Uhr
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