Mücke-Atzenhain (eva). Am Freitag fand die Jahreshauptversammlung des VdK-Ortsverbandes in der Gaststätte »Bergschänke«statt. Im Ortsverband, dem 69 Mitglieder angehören, war man 2009 wieder aktiv, hatte Beratungen und Hilfestellungen geben können, ferner im Rahmen der Mitgliederbetreuung zu Geburtstagsjubiläen gratuliert und erkrankte Mitglieder besucht.
Das Bild zeigt von links: VdK-Kreisvorsitzende Helma Schnell-Kretschmer, die Geehrte Irma Hofmann und die örtliche Vorsitzende Ursula Henkelmann. (Foto: eva)
Mücke-Atzenhain (eva). Am Freitag fand die Jahreshauptversammlung des VdK-Ortsverbandes in der Gaststätte »Bergschänke«statt, zu der Vorsitzende Ursula Henkelmann neben den Mitgliedern besonders Kreis- und stellvertretende Landesvorsitzende Helma Schnell-Kretschmer (Gemünden) willkommen hieß. Im Ortsverband, dem 69 Mitglieder angehören, war man 2009 wieder aktiv, hatte Beratungen und Hilfestellungen geben können, ferner im Rahmen der Mitgliederbetreuung zu Geburtstagsjubiläen gratuliert und erkrankte Mitglieder besucht. Zudem war die Kameradschaftspflege nicht zu kurz gekommen.
Wie Schriftführer Otto Schultheiß in seinem Jahresbericht detailliert informierte, hatten sich die Mitglieder wieder monatlich zu Informations- und Kaffeenachmittagen mit gemütlichem Beisammensein in der »Bergschänke« getroffen und mit großem Erfolg war im Juli ein Grillfest an der Grillhütte veranstaltet worden. Gemeinsam mit der Gymnastikgruppe hatten die Ortsverbandsmitglieder im Rahmen eines Tagesausfluges nach Wiesbaden Europas älteste Wasserballastbahn, die »Nerobergbahn«, besichtigt, die eine Verbindung vom Nerotal zum Wiesbadener Hausberg, dem Neroberg, herstellt. Bei einem anschließenden Besuch im Landtag war die Reisgruppe während eines Rundganges im Hessischen Landtag über die Arbeit im Regierungsgebäude informiert worden und konnte zum krönenden Abschluss sogar einer Plenarsitzung beiwohnen. Neben Informationsveranstaltungen und der Teilnahme am Kreisverbandstag, an Kreis- und Regional-Konferenzen, am Landestreffen während des Hessentages in Langenselbold und der Beteiligung an der landesweiten VdK-Sammelwoche »Menschen mit Herz« hatten Vorstandsmitglieder des Weiteren an Schulungen des Kreisverbandes teilgenommen und Schriftführer Otto Schultheiß ein Schriftführerseminar in Bad Salzhausen absolviert. Mit einer gelungenen Informations- und Weihnachtsfeier, an der bemerkenswerter Weise 60 der insgesamt 69 Mitglieder teilgenommen hatten, wurde das letztjährige Jahresprogramm beschlossen.
Über den aktuellen Kassenstand sowie über Ein- und Ausgaben informierte Kassenführer Harald Herrmann. Die Kasse war von Heinz-Theo Becker und Gerhard Diegel geprüft worden. Sie bescheinigten eine einwandfreie Buchführung, so dass dem Vorstand auf Antrag von der Versammlung einstimmig Entlastung erteilt wurde. Für jeweils zehnjährige Mitgliedschaft sollten Adolf Meisinger und Ottmar Hofmann während der Versammlung geehrt werden, die aber aus gesundheitlichen oder beruflichen Gründen nicht anwesend sein konnten. Während Adolf Meisinger die Auszeichnung in Form von Urkunde und Anstecknadel sowie einem Geschenk des Ortsverbandes zu einem späteren Zeitpunkt überreicht wird, nahm zweite Vorsitzende Irma Hofmann stellvertretend für ihren Sohn Ottmar Hofmann die Ehrung entgegen.
Kreisvorsitzende Helma Schnell-Kretschmer informierte eingehend über die Themen Patientenverfügung sowie Betreuungsverfügung und beleuchtete dabei die gesetzlichen Vorgaben und welche Möglichkeiten derjenige hat, der diese Verfügungen verfasst, und welche Folgen sich daraus ergeben können. Zum Glück, so Helma Schnell-Kretschmer, habe nach jahrelangem Streit, das seit September vergangenen Jahres bestehende Gesetz zur Regelung von Patientenverfügungen endlich Klarheit geschaffen. Nun stehe es jedem frei, anhand einer Patientenverfügung selbst zu entscheiden, ob und wie er behandelt werden möchte, und Ärzte und Angehörige müssen diese Entscheidungen respektieren. Ratsam sei es, die entsprechenden Verfügungen anhand von Textvorgaben selbst zu formulieren oder einen Arzt um Beratung zu bitten. Als einen weiteren wichtigen Aspekt sollte man ergänzend zu der Patientenverfügung auch eine Betreuungsverfügung hinterlegen, mit dem Zweck, eine Person des eigenen Vertrauens (Familienmitglied) zu benennen, die, gesetzt den Fall der eigenen Entscheidungs- und Handlungsunfähigkeit, vom Vormundschaftsgericht als Betreuer anerkannt und bestellt wird. Helma Schnell-Kretschmer rät auch die Verfügungen beim Gericht zu hinterlegen, da sie bei Bedarf von dort schnell und sicher abrufbar ist. Egal welche Entscheidungen man im Vorfeld in dieser Hinsicht auch treffe, sie seien jederzeit änderbar und sollten zur Sicherheit im Zweijahresrhythmus mit neuem Datum und Unterschrift versehen werden. Die Bezirksvorsitzende informierte weiter, dass im Rahmen einer Änderung der Sozialgerichtsbarkeit durch die Hessische Landesregierung seit dem 1. Januar für den Vogelsbergkreis alle Gerichtsverfahren im Sozialbereich nur noch von Fulda aus bearbeitet werden dürfen.
Aus dem Ortsverband hieß es, für das laufende Jahr stehe neben den monatlich stattfindenden Informations- und Kaffeenachmittagen unter anderem für den 29. Mai wieder ein Ausflug auf dem Plan, der in diesem Jahr nach Bad Sooden-Allendorf mit Besichtigung des Grenzmuseums Schiffersgrund führen wird. Für den 5. Juni ist die Teilnahme am VdK-Landestreffen im Rahmen des Hessentages in Stadt-Allendorf geplant, und es wird auch sicherlich wieder eine Grill- sowie zum Jahresabschluss eine Weihnachtsfeier angeboten werden.