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»Mollys« verabschiedeten sich von der Bühne

Artikel vom 08.02.2010 - 10.00 Uhr

»Mollys« verabschiedeten sich von der Bühne

Pohlheim (sch). »Die Mollys« haben die Prunksitzungen des gleichnamigen, 1956 gegründeten Karnevalsvereins aus Watzenborn-Steinberg über Jahrzehnte bereichert und geprägt.
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Die »Mollys« aus Watzenborn-Steinberg nahmen in der Volkshalle stimmungsvoll Abschied von der närrischen Bühne.
© sch
Am Samstag verabschiedete sich das Ensemble »Mollys ’96« von der närrischen Bühne, die alte Formation mit Reinhold Junker, Wolfgang Haas, Gerhold Häuser, Klaus-Dieter Seipp, Joachim »Joni« Ensle, Achim Häuser, Jörg Buss, Jörg Schmandt und dem musikalischen Leiter Dieter Schäfer gab in der zur Prunksitzung ausverkauften Volkshalle ihren letzten Auftritt.

Schon kurz nach der Vereinsgründung hatte sich eine Gesangsgruppe gebildet, deren Mitglieder zum großen Teil aus dem Männerchor der »Eintracht« stammten und die sich zunächst einfach »Die Schlagersänger« nannten. Mit Gerhard Sommer kam 1962 musikalisch neuer Schwung in die Truppe, von 1972 an führte Wolfgang Menges als Texter, Liedschreiber und Ideengeber die »Mollys« einen großen Schritt weiter hin zu einer Gesangsgruppe mit eigenem Profil. 1979 konnte Sommer den damals 25-jährigen Nachwuchsdirigenten Dieter Schäfer überreden, die musikalische Leitung zu übernehmen. Später, nach dem Ausscheiden von Menges 1987, übernahm Schäfer auch das Texten.

Beim Blick auf die großen Erfolge ragt das Jahr 1996 heraus: Sechs Fernsehauftritte bei »Hessen lacht...« und zwei in »Holgers Waschsalon«. In die Formation »Mollys ’96« rutschte als Dienstältester Jörg Schmandt als Tenor für den 2007 verhinderten Ensle, der dann 2009 den Platz von Norbert Sommer (†) im Bass einnahm. Schäfer betreute die Gesangsgruppe, die am Samstag ihren Abschied von der Fastnachtsbühne nahm, in der 31. Kampagne.

Elferratsmitglied Kathinka Tamm kündigte den Auftritt der »Mollys« an, zählte scherzhaft einige knallharte Fakten auf, was »den Gebeutelten« schon alles widerfahren sei: ein Schädelbruch, vier Bandscheibenvorfälle, zwei Knieprothesen, 43 gescheiterte Beziehungen, 35 Verlobungen, Ehen und Scheidungen, 14 Kinder, von denen man wisse, dass die meisten davon Buben und Mädchen seien...

Ensle hob beim letzten Auftritt hervor, dass der Zeitpunkt gekommen sei, sich bei denjenigen zu bedanken, die sie unterstützt hätten. Einen besonderen Dank richtete er an Dieter Schäfer für dessen Engelsgeduld. Und an die Technik, die Personen im Hintergrund, die »eine Superarbeit« geleistet hätten. Nicht zuletzt die Besucher, die treuen Weggefährten. Man habe sich immer sehr viel Mühe gegeben und versucht, »das Beste herauszuholen«.



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