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Pohlheim - Die singende Stadt

Artikel vom 29.11.2007 - 14.03 Uhr

Pohlheim - Die singende Stadt

Pohlheim, dessen vorher selbständige Orte Watzenborn-Steinberg, Garbenteich, Hausen, Dorf-Güll, Grüningen und Holzheim sich 1971 zur Großgemeinde zusammenschlossen haben, hat in den vergangenen Jahren als Wohn- und Gewerbestandort noch weiter an Bedeutung gewonnen.
Schafe zwischen Dorf-Güll und Grüningen
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Schafe zwischen Dorf-Güll und Grüningen
© Geck
Die rund 18500 Einwohner zählende Stadt, deren Name auf einem im Mittelalter untergegangenen Dorf basiert, bietet – umgeben von reizvoller Landschaft - ausreichend Bau- und Gewerbe-, Kindergarten und Schulplätze und liegt verkehrsgünstig in der Nähe des Autobahnnetzes. Das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten wurde durch das Zentrum “Neue Mitte“, das ganz in der Nähe der Watzenborn-Steinberger Gesamtschule gelegen ist, erweitert. Dort befinden sich auch ein Ärztezentrum und ein wachsendes Wohngebiet. Die Großgemeinde gilt als eine kulturelle Hochburg und wird „Singende Stadt“ genannt. Den zahlreichen erfolgreichen Gesangvereinen ist es gelungen, bekannte Stars wie Anneliese Rothenberger, Rudolf Schock, Rene Kollo, Hermann Prey und Karel Gott zu Konzerten zu verpflichten. Zu den traditionellen Gesangvereinen sind in den vergangenen Jahren zunehmend kleine Chöre dazu gestoßen, die sich auf die nicht „alltägliche“ Chorliteratur spezialisieren. Selbstverständlich besteht das kulturelle Leben in Pohlheim nicht nur aus Gesang. Das Vereinsleben ist vielfältig, reicht vom Sport bis den Heimatfreunden.

In Pohlheim sorgen viele an der Geschichte der Region Mittelhessen interessierte Menschen dafür, dass historische Anlagen und Gebäude liebevoll saniert werden. So hat sich in Watzenborn-Steinberg ein Arbeitskreis gebildet, der sich erfolgreich um den Erhalt der „Alten Kirche“ kümmert. So sind in Hausen die Kirche und das Pfarrhaus sehr gut erhalten. Dort wirkte auch mit seiner Familie Pfarrer Ernst Steiner, der als engagierte Seelsorger den Nationalsozialisten die Stirn bot und dafür von ihnen ermordet wurde.


Mit großer Liebe kümmern sich auch die Garbenteicher, in deren Gemarkung bis zur Insolvenz der weltbekannte Büromöbelhersteller Voko seinen Sitz hatte, und die Grüninger um ein gepflegtes Ortsbild, zu dem auch fachwerkgeprägte Gebäude gehören. Als Ausflugsziele bekannt sind unter anderem die aus einer ehemaligen Mühle entstandene Grüninger Warte und der von den Heimatfreunden errichtete Limeswurm, der ebenfalls wie die bei Holzheim gelegene Rekonstruktion der Grundmauern eines Kastells an den Limesverlauf in der Pohlheimer Gemarkung erinnern.


Dass Pohlheim über Stadtteile verfügt, die ihren dörflich-ruhigen Charakter durch die Ansiedlung großer Neubaugebiete nicht verloren haben, beweisen auch Dorf-Güll und Holzheim. Bleibt noch zu erwähnen, das Pohlheim, in dem es eine große Bibliothek gibt, über ein vielfältiges Netz an Speisegaststätten und Hotels verfügt.

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Artikel vom 29.11.2007 - 14.03 Uhr
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