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Beim Pilgern geht die »Seele zu Fuß«

Artikel vom 13.09.2011 - 17.51 Uhr

Beim Pilgern geht die »Seele zu Fuß«

Romrod (ia). In Sachsen-Anhalt, dem Land Martin Luthers, ist er schon Realität: der Lutherweg mit der Verbindung der Lutherstädte Eisleben und Wittenberg, beide zum Unesco-Welterbe zählend.

Romrod (ia). In Sachsen-Anhalt, dem Land Martin Luthers, ist er schon Realität: der Lutherweg mit der Verbindung der Lutherstädte Eisleben und Wittenberg, beide zum Unesco-Welterbe zählend. Auf rund
410 Kilometern erinnert der Pilgerweg an Leben und Wirken des 1483 in Eisleben geborenen Protagonisten der Reformation, dem die Bibelübersetzung ins Deutsche und damit eine Vorreiterrolle bei der Kultivierung der Schriftsprache zu verdanken ist.

Romrod möchte sich in die Kette der Lutherwegstationen einreihen, wie der einstimmige Beschluss der Stadtverordnetenversammlung nach einer Präsentation von Bernd Rausch bekräftigte. Dabei soll es in das Gesamtprojekt Mehrgenerationshaus eingebunden werden.

Die Versammlung empfahl somit die Weiterentwicklung des Projekts in der Region, hatte doch Luther im Jahre 1517 mit dem Anschlag seiner 95 Thesen an die Wittenberger Schlosskirche die Reformation in Deutschland eingeleitet.

Und in 1521 folgte sein unerschrocken-standhafter Auftritt vor Kaiser Karl V. beim Reichstag in Worms. Es sei »gefährlich und unmöglich, etwas gegen sein Gewissen zu tun«, wird Luther in der Geschichtsschreibung zitiert - Anlass also, in den nächsten Jahren zweimal ein 500-Jahres-Jubiläum zu feiern, worauf Rausch hinwies.

Auf seinem Weg zum Reichstag nach Worms war Luther durch die Region Vogelsberg gezogen. Es handele sich um eine erste Vorstellung vor dem Entscheidungsgremium der Stadt, so Bernd Rausch zur Allgemeinen. Geplant sei nun ein Informationsabend für die Bevölkerung. Dem Arbeitskreis gehören Melanie Merte und Erwin Norwig an.

Rausch nennt eine »spirituell-touristische Idee, die woanders bereits erfolgreich verwirklicht« worden sei und die auch in Zeiten knapper Mittel umsetzbar sei. Sie diene der Begegnung der Generationen in der von evangelischen Kirche ausgerufenen »Luther-Dekade« (www.luther2017.de). Im Rahmen der Lutherdekade bis 2017 seien zahlreiche Aktivitäten entfaltet worden. Martin Luthers Reise 1521 nach Worms sei jedoch bisher keines gewesen.



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Artikel vom 13.09.2011 - 17.51 Uhr
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