Romrod-Zell (bl). Ein Wochenende lang wurden in Zell das 75-jährige Bestehen der Feuerwehr und der 40. Geburtstag der Jugendfeuerwehr gefeiert.
Erster Kreisbeigeordneter Gerhard Ruhl, Wehrführer Wolfgang Gemmer, Kreistagsvorsitzender Ulrich Künz, Otto Ling (goldene Ehrennadel), Ortsvorsteher Björn Müller und Kreisbrandinspektor Werner Rinke. (Foto: bl)
Bereits am Freitag war der Abend der Jugend mit einer Disco. Am Samstag fand nach dem Kommers ein gemütliches Beisammensein mit Tanz und musikalischer Unterhaltung mit der »Rhönland-Band« statt. Mit einer Andacht, die von Pfarrer Walter Bernbeck gestaltet wurde, begannen offiziell die Feierlichkeiten zum Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst durch den Posaunenchor, der sich aus Musikern aus Romrod und von angrenzenden Orchestern zusammensetzte.
Ortsvorsteher und Vorsitzender der Feuerwehr, Björn Müller, führte in seiner Ansprache aus, dass er stolz und dankbar zugleich ist, dass man gemeinsam dieses Jubiläum feiern könne. Ebenso dankte er den zahlreichen Helfern im Hintergrund dieser Veranstaltung, beispielsweise den örtlichen Vereinen.
Auf die Feuerwehr eingehend teilte er mit, dass die Tätigkeit weit über das Löschen von Bränden hinausgehe. In den vergangenen Jahren verzeichne man immer mehr technische Hilfeleistungen. Er dankte daher seinen Kollegen der Einsatzabteilung für deren tägliche Einsatzbereitschaft und Flexibilität bei dem immer wieder in anderer Form auftretenden Herausforderungen. Gut aufgestellt sei der Vogelsbergkreis mit den großen und kleinen Wehren. Sie verfügten alle über eine gute Ausstattung, daran habe auch der Kreis Interesse, so Vizelandrat Gerhard Ruhl. Bisher sei der Kreis von großen Katastrophen verschont geblieben, doch einige größere Einsatze habe es schon gegeben. Die ehrenamtliche Arbeit, die von den Feuerwehren geleistet werde, sei »nicht zu bezahlen«.
Seine Glückwünsche zu den beiden Jubiläen übermittelte auch Kreistagsvorsitzender Ulrich Künz. Er dankte und sprach Anerkennung aus für die »segensreiche Arbeit und für 75-jährige Pflichterfüllung«. Es herrsche in der Wehr ein gutes Zusammenspiel zwischen Idealismus und Kameradschaft. Die Feuerwehren seien eine »große und segensreiche Bürgerinitiative«. Einsparungen bei den Feuerwehren seien falsch. Sie würden nicht nur ihre ureigenen Aufgaben erfüllen, sondern gehörten zum kulturellen Leben.
Er sei schon 37 Jahre in der Feuerwehr, wo er auch einige Jahre aktiv war, meinte Landtagsabgeordneter Manfred Görig. Er fühle sich mit den Feuerwehren verbunden. Die Feuerwehren seien in Vogelsberg ein Markenzeichen, was ihr Engagement betreffe. Er habe in keiner Feuerwehr mitgewirkt, meinte MdL Kurt Wiegel, da der Ort zu klein ist, um eine Wehr stellen zu können und man unmittelbar neben einer Hauptstützpunktfeuerwehr wohne. Land und Kreis unterstützten die Feuerwehren bei Gerätehäusern oder Fahrzeugbeschaffung. Er setze sich dafür ein, dass schon Kinder in die Feuerwehren gehen und wie etwa bei der Bambini-Feuerwehr in Romrod an die Aufgaben herangeführt werden.