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»Hedwig« und ihr Hähnchen und Hirsebrei lagen vorn

Artikel vom 05.09.2010 - 20.48 Uhr

»Hedwig« und ihr Hähnchen und Hirsebrei lagen vorn

Romrod (bl). Zum Auftakt des bunten mittelalterlichen Markttreibens am Schloss fand ein Kochwettbewerb von drei Köchen mit mittelalterlichen Gerichten statt.
»Francesco Marchesi de Frescobaldi« brutzelt für das Dinner am Abend ein mittelalterliches Menü. 	(Foto: bl)
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»Francesco Marchesi de Frescobaldi« brutzelt für das Dinner am Abend ein mittelalterliches Menü. (Foto: bl)
An der Tafel fanden sich unter anderem ein »Herzog« ein und ein Brautpaar, das am Vortag mittelalterlich geheiratet hatte. Das Essen, das ohne Chemie, Geschmacksverstärker und ähnliches gefertigt wurde, fand bei allen Gästen großen Anklang.

Im Wettkampf um den Titel als bester Koch standen sich »Hedwig von Rumerode«, »Francesco Marchesi de Frescobaldi« sowie »Johann von Schneeberg« gegenüber. Jeder der Köche musste ein Drei-Gänge-Menü nach überlieferten Rezepte fertigen, das den Teilnehmern der Tafel gereicht wurde.

Während dieK öche schon in den Nachmittagsstunden die Vorbereitungen trafen, waren andere Teilnehmer des Mittelaltermarktes dabei, sich einzurichten und ihre Stände und Zelte aufzustellen. Noch in die Aufbauphase hinein kam ein Brautpaar, Yvonne Jordan und Andreas Kaletsch aus Alsfeld, die sich am Tage im Alsfelder Rathaus das »Jawort« gaben. Als Geschenk ihres Trauzeugen bekamen sie einen Gutschein für das mittelalterliche Dinner und einen dreitätigen Aufenthalt auf dem Mittelaltermarkt in Romrod. Das Brautpaar heiratete in der mittelalterlichen Kleidung. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit den Köchen und ihren Helfern bei ihrer Arbeit zuzusehen. So wurde von »Hedwig von Rumerode« eine Gemüsesuppe mit sechs Sorten Getreide als Vorspeise, Hähnchen in Mandelmus als Hauptspeise sowie süßer Hirsebrei mit Apfel- und Birnenmus als Nachtisch gereicht. »Johann von Schneeberg« bereitete Krumkrapfen mit Sauerkirschsauce, Mamonia mit Bohnenmix sowie Balsemiv mit Salbeiblättern zu. »Francesco Marchesi de Frescobaldi« reichte eine Tymiangemüsesuppe mit Griesklößchen, eine toskanische Dinkelpfanne mit italienischen Wildkräutern und Sauerrahm-Häubchen sowie Mandel-Rosentorte mit Birnenschnaps. Diese Torte backte nur der Deutsch-Orden. Er hatte es eigentlich am schwersten, da er erst an diesem Tage erfahren hatte, dass er als Ersatzkoch einspringen musste.

Es dauerte um die zwei Stunden, bis die Gäste an der Tafel mit dem Speisen fertig waren, bevor sie ihr Urteil fällten. Die Speisen wurden entsprechend der Reihenfolge nacheinander serviert. Unschlagbar, so das Urteil der Tafelrunde, war die Mandel-Rosentorte. In der Gesamtwertung jedoch erreichte »Hedwig von Rumerode« den ersten Platz, gefolgt von »Johann von Schneeberg« und »Francesco Marchesi de Frescobaldi«. Natürlich bekam der Sieger einen kleinen Preis als Dankeschön für das Mitmachen. Viele der Gäste von der Tafelrunde blieben dann noch einige Zeit in gemütlicher Runde zusammen und feierten bis spät in die Nacht hinein.

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Artikel vom 05.09.2010 - 20.48 Uhr
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