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Lesen lernt man nur durch Lesen

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Artikel vom 13.10.2014 - 22.51 Uhr

Lesen lernt man nur durch Lesen

Romrod (pm). »Auf den Weg zum wahren Glück« machten sich dieser Tage die Schüler der Mittelpunktschule in Romrod gemeinsam mit Kinderbuchautor Josef Koller.

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Die Geschichte vom Fuchs, vom Hund und der Katze stellte Buchautor Josef Koller bei der Lesung vor. (pm)
© Red
Dabei lernten sie den lahmen Fuchs, einen blinden Hund und eine taube Katze kennen, die sich in Kollers neuem Buch treffen und Freunde werden. Immer wieder wechselt der Autor geschickt zwischen Erzählung, Lesung und erweckt seine Figuren mit schauspielerischen Einlagen zum Leben. Außerdem lernen die Kinder, dass Glück nicht für jeden das gleiche bedeutet.

Für den lahmen Fuchs ist es sein »Sausebrett«, das er sich aus zwei ergaunerten Skateboards und einem Springseil gebaut hat. Aber allein kann er damit nicht fahren. Eines Tages trifft er auf den blinden Hund. Für den ist größte Glück ein Hackbraten, um satt zu werden. Der Hund kann zwar das »Sausebrett« ziehen, aber er kann nicht sehen, wohin er läuft. Jetzt kommt die taube Katze ins Spiel, welche die beiden auf ihrer wilden Fahrt fast überrollt hätten, weil sie nichts gehört hatte. Für sie ist das wahre Glück hören zu können. So wird die Katze mit ihren guten Augen der Lenker des merkwürdigen Gespanns. Sie sitzt auf dem Rücken des Hundes und lenkt an dessen Ohren. Der lahme Fuchs wird auf dem »Sausebrett« hinterhergezogen.

Auf ihrer Reise treffen die drei auf den bösen Raben, der sie zum vergesslichen Zauberer schickt. Dieser führt einen Zaubertrick vor, der jedoch immer wieder misslingt: statt des vom Hund gewünschten Hackbratens zaubert er immer wieder Äpfel. Die Freunde suchen weiter nach dem wahren Glück und diesmal schickt sie der Rabe zu einem Riesen. Mehr wurde nicht verraten: »Was beim Riesen passiert und was das wahre Glück ist, das erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest oder euch vorlesen lasst,« endete der Autor seine Lesung.

Danach konnten ihm die Schüler Fragen stellen und Josef Koller erklärte, wie seine Bücher entstehen. Ein ganzes Jahr dauert es im Schnitt, bis ein Buch fertig ist. Etwas, das er selbst erlebt, hört oder sieht, inspiriert ihn zu einem neuen Einfall: »In jedem Buch findet ihr Erlebtes und Erfundenes.« Jede Idee füllt etwa drei Seiten in seinem Schreibbuch, in dem er alles, was ihm einfällt, mit der Hand notiert. Etwa 100 solcher Seiten benötigt er für ein Buch.

Er habe übrigens eine sehr schlechte Handschrift, die er manchmal selbst nicht mehr lesen kann, verriet der Autor. Beim Schreiben sitzt er gerne im Café oder der Eisdiele. Dort sind die anderen Besucher manchmal verwundert, wenn er beim Schreiben laut lachen muss, denn das Schreiben macht ihm Spaß. Nach einem Jahr muss der Entwurf überarbeitet und in den Computer diktiert werden.

Lustige Fehler inklusive



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Artikel vom 13.10.2014 - 22.51 Uhr
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