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Romrod war einst Ausgangspunkt für den jagenden Adel

Artikel vom 18.12.2007 - 15.18 Uhr

Romrod war einst Ausgangspunkt für den jagenden Adel

An der großen Heerstraße, die von Gießen über Grünberg nach Niederhessen. führt und die den Namen „die Straße durch die kurzen Hessen“ trägt, liegt an der Antrift das Städtchen Romrod, einst der Sitz eines mächtigen und angesehenen Adelsgeschlechtes und später der Lieblingsaufenthalt der hessischen Fürsten.
Schloss Romrod
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Schloss in Romrod
© AAZ
Die Großgemeinde Romrod mir rund 3000 Einwohnern ist durch den Zusammenschluss der ehemals selbstständigen Gemeinden Romrod, Zell, Ober-Breidenbach, Strebendorf und Nieder-Breidenbach am 31. Dezember 1971 entstanden. Die Kerngemeinde hat rund 1500 Einwohner und ist Sitz verschiedener Verwaltungen. Zell ist der zweitgrößte Ort der Großgemeinde. Mit einer Gemarkungsfläche von 2244 ha gehört Zell zu den größten im Vogelsbergkreis. Der Ort (Celle, Cella) ist bereits 825 in der Grenzbescheibung der Zeller Mark erwähnt und hat sich wohl aus einer Mönchssiedlung entwickelt. Ober-Breidenbach entstand im 10./11. Jahrhundert gegen Ende der ersten Rodungsperiode und lag ursprünglich im "Alten Dorf" im Talgrund westlich des heutigen Standortes. Nieder-Breidenbach liegt 342 Meter über NN und ist mit 127 Einwohner der kleinste aller Stadtteile, allerdings der älteste, denn der Ort wird als Breitunbah bereits 812 in der Schlitzer Markbeschreibung erwähnt. Im Mittelalter war Nieder-Breidenbach eine genossenschaftlich betriebene Waldschmiede. Strebendorf ist das erste Dorf am Oberlauf der Antrift, es stellt sich als geschlossenes Haufendorf dar. Der Gedanke eines Jagdlagers aus festen Bauten wird im Großherzogtum Hessen-Darmstadt zum erstenmal im nahe bei Romrod gelegenen „Jägertal“ verwirklicht. Steinerner Zeuge, dass der Adel Romrod zu schätzen wusste, ist auch das imposante Schloss Romrod, in dem heute die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ihr Domizil hat.


Die Synagoge von Romrod entstand im Jahr 1722 als ein bäuerliches Wohn- und Wirtschaftsgebäude. 1837 wurde das Haus von der israelitischen Gemeinde gekauft und bis zum Jahr 1843 zu einer Synagoge mit Schulraum, Lehrerwohnung und Bad umgebaut. Aus der alten Scheune wurde ein Synagogensaal mit einer Empore im Obergeschoss, in der nordöstlich befindlichen Kammer wurde ein rituelles Tauchbad eingerichtet. Heute wird in dem malerischen Gebäudeensemble an die Synagoge erinnert, in einer Scheune nebenan ist das Schlossmuseum untergebracht, das die teilweise einzigartigen Funde aus der Sanierungsphase des Schlosses darstellt.

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Artikel vom 18.12.2007 - 15.18 Uhr
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