Einer der bekanntesten Söhne Comos ist (1745-1827) Alessandro Volta. Der italienische Naturwissenschaftler und Physiker gilt als einer der Begründer der Elektrizitätslehre. Seine größte und erfolgreichste Erfindung war jedoch die um 1800 konstruierte »Voltasche Säule«, die erste funktionierende Batterie.
Bellagio ist eine Gemeinde mit 3033 Einwohnern am Comer See. Der Ort gehört zur Provinz Como und ist bekannt für die malerische Lage mit Blick auf die Alpen an der Spitze der Halbinsel, die die zwei südlichen Arme des Sees trennt. In der dortigen Villa Serbelloni hat das Bellagio-Center der Rockefeller-Stiftung ihren Sitz. Seit Jahrhunderten ist der Ort immer wieder Anziehungspunkt für Prominenz. Belegt sind unter anderem Besuche von John F. Kennedy, Charlie Chaplin oder Konrad Adenauer. Die Universitäts-, Kongress- und Kulturstadt Lugano war das Ziel des zweiten Tagesausflugs der Reisegruppe. Lugano ist heute der drittgrößte Finanzplatz sowie die achtgrößte Stadt der Schweiz. Die dritte Tagestour führte in die Weltstadt Mailand. Die - heute unterirdisch - auch in großen Teilen der Innenstadt verlaufenden Schifffahrtskanäle (die unter Mitwirkung von Leonardo da Vinci entworfenen Navigli) verbinden die Stadt mit den oberitalienischen Seen und den lombardischen Flüssen und waren bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts von maßgeblicher Bedeutung für die Mailänder Wirtschaft. Mailand ist das Zentrum Italiens, was Wirtschaft, Mode, Design und Medien betrifft. Innerhalb der amtlichen Stadtgrenzen hat Mailand rund 1,3 Millionen Einwohner, in der Provinz sind es etwa 4,8 Millionen. Die Stadt mit dem weltberühmten Dom, der Mailänder Scala und den bekannten Shopping-Zentren pflegt seit 1970 eine Städtepartnerschaft mit Frankfurt am Main. Der Dom ist eines der berühmtesten Bauwerke und Europas. Er zählt zu den größten Kirchen der Welt. Die hohen, farbenprächtigen Glasfenster gehören zu den größten der Welt und stellen eine Sehenswürdigkeit für sich dar. Der Dom wurde Ende des 14. Jahrhunderts begonnen und erst 1858 ganz fertiggestellt. Das durch den hellen Marmor und die knapp 4000 Statuen einmalige Bauwerk wurde 1572 geweiht. Der Stil ist gotisch und stellt damit innerhalb der italienischen Architektur eine Ausnahme dar. Allerdings ist die Fassade, die erst unter Napoleon abgeschlossen wurde, eher als Mischung aus barocken und neugotischen Stilelementen dar. Eine Besonderheit ist das für Touristen begehbare Dach. Es ist wahlweise über eine Treppe oder einen Fahrstuhl erreichbar. Von dort aus bietet sich ein großartiger Panoramablick.
Das »Teatro alla Scala« in Mailand, kurz Scala, ist eines der bekanntesten und bedeutendsten Opernhäuser der Welt. Maria Theresia ließ in der Hauptstadt der damals österreichischen Lombardei für den Neubau die Kirche Santa Maria alla Scala abreißen und das eher schlicht wirkende neue Opernhaus in nur 23 Monaten errichten. Nach der völligen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg (1943) war das legendäre Opernhaus in Rekordzeit wieder aufgebaut worden. Schon am 11. Mai 1946 wurde das Haus wiedereröffnet.
Eine besondere Sehenswürdigkeit stellte der Zentralfriedhof mit seinen für unsere Verhältnisse unwahrscheinlich überdimensionierten Grabstätten dar. Der Cimitero Monumentale von Mailand ist ein 1866 eröffneter Zentralfriedhof mit zahlreichen künstlerisch interessanten und berühmten Gräbern, in denen das Mailänder Großbürgertum sich gegenseitig an Prunk und Pomp zu übertreffen suchte.
Verschiedene Kurztrips einzelner Reiseteilnehmer in die Region um den Comer See an den jeweils freien Tagen rundeten eine gelungene Urlaubswoche für die Reisegruppe ab, bevor man am Samstagvormittag antrat.