Ulrichstein (daf). Was wäre der Ulrichsteiner Weiberfasching ohne Schneetreiben und klirrende Kälte. Aber zum Glück für die Veranstalter, den VHC und den SV Chattia Ulrichstein, trotzten die Närrinnen den widrigen Verkehrs- und Witterungsbedingungen. Sie füllten die Narrhalla bis auf den letzten Platz als es zum vierten Mal hieß »Weiberfasching helau«.
Riesenstimmung unter den Besucherinnen verzeichnete der Weiberfasching. (Fotos: daf)
Dafür wurden die Besucherinnen mit einem mitreißenden und abwechslungsreichen Programm belohnt, das nach bewährtem Konzept von Frauen aus verschiedenen umliegenden Orten gestaltet wurde. Durch den Abend führten »Franzl« und »Tschacklien-Schandall« alias Ute Grimm und Daniela Frank. Als Schmankerl des Abends hatten die Veranstalterinnen den Sänger Stefan Pridöhl auf die Showbühne eingeladen.
Mit brillanten Gardetänzen waren zunächst die blau-weißen Funken des KSV Ober-Seibertenrod, die Garde Meiches und die Ulrichsteiner Lila Funken auf der Ulrichsteiner Showbühne vertreten. Mehrere Showtänze mit phantasievollen Kostümen wurden dargeboten von den Rebgeshainer Damen, der, wie Franzl es ausdrückte, »Reinkarnation von Michael Jackson«, der Showtanzgruppe Eichenrod mit dem Römertanz, der Jugendshowtanzgruppe Stumpertenrod mit Raining Men und der Gruppe Lollipopp aus Höckersdorf.
Natürlich durften auch jede Menge Sketche nicht fehlen. Da gab es die Eheberatung und den Trixxxer von den Damen des SV Chattia Ulrichstein, »Fell Hauptbahnhof« aus Groß-Felda und einen Kaffeeklatsch aus Helpershain. Mucksmäuschenstill war es im Saal als »Eichelrod«, ein Verbund aus Eichelhainern und Eichenrödern, den Sketch »auf der Entbindungsstation« vortrug. Dabei kamen die Darsteller in genialem Spiel komplett ohne Worte aus. In der Bütt standen darauf Heidrun Rims aus Helpershain und Anja Weber-Pohl aus Höckersdorf. Ein Highlight war auch dieses Mal wieder das Ulrichsteiner Männerballett, das die einzige Zugabe des Abends mit allgemeiner Zustimmung tanzen durfte.
Als Highlight und Abrundung der ausgelassenen Weiberparty trat Stefan Pridöhl aus Ober-Seibertenrod auf die Showbühne: Vor gut einem Jahr hat der »Shooting Star aus der Region«, wie er von den Moderatorinnen begrüßt wurde, sein Comeback nach längerer Pause gestartet. Zum Abschluss des Programms kam er bei den Zuschauern super an. Er brachte die Stimmung richtig zum Kochen mit einer guten Handvoll Lieder von seiner neuen CD. Unter anderem sang er »James Dean«, »Roter Rubin« und das Medley. Inzwischen tanzten alle Besucherinnen auf Bühne, Tischen oder im Saal mit.
Die älteste Besucherin war übrigens 97 Jahre alt - sie wollte einmal ihren Sohn beim Männerballett live erleben. Nach wie vor gab es während des Programms den Männer-Pferch, in dem sich dieses Jahr wieder einige Jungs ohne weibliche Verkleidung tummelten. Doch von Jahr zu Jahr wächst die Anzahl der Männer, die die Weiberparty von Anfang an im Saal zwischen den ausgelassenen Frauen miterleben wollen. Denn eines ist beim Weiberfasching anders: Stimmung im Saal herrscht schon bei der Begrüßung. Und bei den letzten Auftritten stehen hinten im Saal alle auf Stühlen und Tischen und tanzen und klatschen mit.