Ulrichstein (au). »Weihnachtsmärkte haben eine lange Tradition. Auch unser Weihnachtsmarkt kann auf ein 27-jähriges Bestehen rückblicken«, so Bürgermeister Edwin Schneider am Sonntag in seinem Grußwort auf dem Stadtplatz.
Spaß hatten die Kinder mit dieser bunten Eisenbahn. (Fotos: au)
Auch wenn man manchmal höre, dass Weihnachten allzu sehr im Zeichen von Konsum und Kommerz steht, wolle man den Weihnachtsmarkt in Hessens Bergstädtchen nicht missen. Er vermittelt das Gefühl, dass man hier zu Hause ist und sich wohl fühlt.
Auch viele ehemalige Bürger nutzen den Weihnachtsmarkt zu einem Besuch in ihrer alten Heimat. »Dieser Markt bringt also auch Menschen zusammen, die sich lange kennen und sich vielleicht schon seit Langem nicht mehr gesehen haben«, so das neue Stadtoberhaupt in seiner ersten Ansprache zu einem Ulrichsteiner Weihnachtsmarkt. Abschließend wünschte er allen eine frohe und friedvolle Weihnachtszeit.
Der Weihnachtsmarkt war zuvor vom Vorsitzenden des Gewerbe- und Verkehrsvereins, Bürgermeister i.R. Erwin Horst eröffnet worden. Er führte nach einer im Vorjahr durch Krankheit bedingten Pause wieder in altbewährter Manier durch das Programm. Mit Weihnachtsliedern vom Männergesangverein Bobenhausen unter Leitung von Otto Peter begann das umfangreiche musikalische Programm. Danach folgte der Evangelische Posaunenchor Ulrichstein, der gleich in drei verschiedenen Besetzungen auftrat.
So hatten zunächst die Jüngsten- und etwas Fortgeschrittener Bläserinnen und Bläser unter Leitung von Susanne Jost ihr Debüt und danach spielten die älteren Mitglieder unter Leitung von Karl-Ulrich Leidner mehrer Stücke. Sebastian Packheiser feierte am Sonntag nicht nur seinen Geburtstag, sondern er dirigierte auch den Projektchor der Schlossbergschule Ulrichstein bei seinem Auftritt. Er selbst bekam natürlich auch ein Geburtstagsständchen. Die Chorgemeinschaft Ulrichstein mit Dirigent Werner Betz setzte den musikalischen Reigen fort. Den ersten öffentlichen Auftritt hatte dann der Projektchor »Young Generation Ulrichstein« unter Leitung von Herbert Kress, der anschließend auch den Projektchor »Mixed Generation« Sellnrod/Ober-Ohmen dirigierte. Zwischen den Auftritten und danach sorgte Music and More von Andreas Döring für die musikalische Umrahmung. Als Überraschungsgast trat Volksmusikstar Stefan Micha (Ober-Seibertenrod) auf und präsentierte einige Lieder. Höhepunkt war das Lied »Ulrichstein im Schnee«. Schnee war zwar nicht vorhanden, aber es regnete auch nicht wie noch in den Vortagen. Bei Temperaturen um die null Grad wehte eine Frische Brise, Glühwein, heißer Apfelwein oder Weihnachtspunsch ließen die Kälte schnell vergessen und an den Ständen sowie im kleinen Zelt kam sehr schnell weihnachtliche Stimmung auf.
In der Mitte des Platzes stand ein großer Weihnachtsbaum, unter dessen Zweigen sich mehrere Schafe der Schäferei Schnarr tummelten.
In den kleinen Verkaufsständen der Vereine, Gruppen und Gewerbetreibenden wurden erneut solide handwerkliche Arbeiten aus Holz, Wolle und auch kunsthandwerkliche Dinge mit Blick auf das nahende Weihnachtsfest angeboten. Ebenso gab es Bauernbrot und Hausmacher Wurst sowie sonstige Speisen und Getränke. Für die Kinder kam gegen 15 Uhr der Nikolaus und hatte für die kleinen Besucher Süßigkeiten dabei. Überall standen Besuchergruppen zusammen, tranken Glühwein, Jagertee oder Met und probierten die herzhaften Leckereien.